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Nicht gehaltener Diskussionsbeitrag

Diskussionsbeitrag zum Buch „Wir können auch anders“
von Maja Göpel.
Speziell zum Thema Systemanalyse
Nicht gehalten zur Buchpremiere
am 18.09.22 im Kino International.

Jemand hat einmal gesagt: „Gib mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln“.
Dieser Punkt muss natürlich außerhalb der Welt liegen, sonst funktioniert es nicht.

Auch wenn man ein System analysieren will, muss man sich außerhalb des Systems befinden und es von außen betrachten.

Wenn ich mich nun einmal neben unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem stelle und genau hinschaue, dann erscheint es relativ einfach. Ich sehe den Markt, und im Markt sehe ich Ware und Geld.

Alle Menschen wollen für ihr Geld die meiste Ware und jeder Mensch will für seine Ware Arbeit das meiste Geld.
Für den Mainstream in unserer Gesellschaft ist das ganz normal.

Und genau hier liegen die Wurzeln für das Wachstum,
das uns zum Kollaps führen wird.

Sie haben wieder ein sehr schönes Buch geschrieben, liebe Maja Göpel. Es lässt sich wunderbar lesen und am Quellenverzeichnis sieht man, wie viel Mühe und Zeit Sie aufgewendet haben. Sie nennen viele gute Beispiele und vor allem machen Sie uns Mut.
Und dafür danke ich Ihnen ganz besonders.

Aber an diesem Gesetz des Marktes und des Wachstums wird sich nichts ändern,
solange Geld der Wertmaßstab ist.

Aber wenn ich mir unser System noch einmal anschaue, dann sehe ich eine ganz einfache Lösung. Wir haben das System

Markt – Ware – Geld.

Was würde passieren, wenn wir einfach einmal das Geld aus diesem System entfernen?

Die Ware verteilt sich dann von alleine. Dort, wo Bedarf herrscht, gehen die Waren hin, dort wo wenig Bedarf ist, z.B. im globalen Norden, wird dann nur noch wenig konsumiert.

Mit der Arbeit ist es ähnlich. Es wird so viel gearbeitet, wie nötig, um die Menschen zu versorgen und natürlich auch um sich auf den Klimawandel vorzubereiten.

Aber es wird nicht so viel wie möglich gearbeitet, nur um immer mehr Wachstum zu generieren. Das ergäbe dann keinen Sinn mehr.

Wir müssen einfach nur das Geld aus dem System herausnehmen und dann tritt all das, wovon wir alle hier in diesem Saal träumen, von alleine ein.

Eine globale Abschaffung des Geldes ist möglich. Ich habe eine Handreichung geschrieben, die man kostenlos unter https://letusbe.one/book/  downloaden kann.

Warum können wir sicher sein, dass die globale Abschaffung des Geldes funktioniert?

Trotz Pandemie und harter Lockdowns ist es nicht zum Zusammenbruch der täglichen Versorgung gekommen. Obwohl keine Autos produziert wurden und die Straßen und der Himmel leer waren, sind nicht mehr Menschen auf der Welt verhungert
als sonst auch.

Und das ist zurückzuführen auf eine sagenhafte Solidarität und Disziplin aller Menschen weltweit, durch alle Gesellschaftsschichten hindurch. So etwas gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit.

Und deshalb bin ich mir sicher, dass auch die Abschaffung des Geldes glimpflich ablaufen wird. Da es um die Rettung der Welt geht, können wir auf wenigstens die gleiche Solidarität und Disziplin hoffen.

Wir müssen jetzt beginnen, darüber zu reden.

Je länger wir damit warten, desto weniger lässt sich an unserer Welt später noch reparieren.

Eberhard Licht

Ein globaler Schuldenerlass

Jeder Mensch auf der Welt, der verschuldet ist, muss ein Interesse daran haben, dass diese Schulden verschwinden. Auf Grund der allgemeinen Staatsverschuldung betrifft das nahezu alle Menschen auf der Welt.

Diese Entschuldung wäre für alle Betroffenen ein Geschenk.

Wie kann man aber gewährleisten, dass niemand Nachteile dadurch hat?

Wenn gleichzeitig mit den Schulden alles Geld abgeschafft wird, dann wird niemandem etwas weggenommen, denn jeder Mensch der Welt bekommt danach alles, was er braucht, gratis.

Also was ist, würde jeder Mensch dafür stimmen? Ich denke, ja.

Angesichts der Hilflosigkeit der Führer der Welt beim Umgang mit unserer Zukunft wird es keinen anderen Weg geben, um heil aus dieser Misere herauszukommen.

Die Ära des Geldes ist vorbei. Es gleitet uns jetzt vollends aus der Hand. Schon die Tatsache, dass viele für die Menschheit überlebenswichtige Tätigkeiten nicht ausgeführt werden, es auf der anderen Seite Millionen Arbeitslose gibt, die darauf warten, etwas zu tun, ist grotesk. Lagerhallen für Hilfsgüter bersten aus den Nähten und andererseits gibt es fast eine Milliarde Menschen, die hungern. Geld behindert!

Wir brauchen keinen Wettbewerb mehr, um Wachstum zu erzeugen, wir müssen jetzt den Reichtum der Welt gerecht verteilen. Das geht erst, wenn wir das Geld abgeschafft haben.

Der Unterschied zwischen den Reichsten und den Ärmsten ist irreal und absurd. Geld hat seine Funktion als Wertmaßstab verloren.

Die Menschheit produziert mehr als genug, damit alle Menschen gut leben können. Wir brauchen diesen Voucher nicht mehr.

Alle Menschen auf der Welt müssen darüber abstimmen können, dass alle Schulden erlassen werden. Hierfür brauchen wir ein globales Referendum.

Das ist die große Aufgabe, vor der wir stehen.

 

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The difference between the sexes

Besides the biological characteristic of the sexes, there is another difference. Men usually get money for what they do, women often do not. A man stands as a teacher in front of a class and teaches mathematics. He gets money for that. In the afternoon, a woman sits next to her child and helps him to understand what it wrote down at school that morning. She doesn’t get any money for that.

Most will now say that this is quite normal. But is it really normal for a man to get paid for the same work and a woman not? It’s a fact, but norm derives from scale. Imagine a scale. In one bowl there is one kilogram and in the other there is nothing. We are told that this scale is balanced. What’s wrong with us that we can’t see this?

Unfortunately, this fact means that those whose work is worthless are often discriminated against, humiliated and even abused.

How could this contradiction be eliminated out of the world? Women could be paid the same as men. But how to evaluate it really well? Imagine that the teacher’s teaching is so bad that no student understands anything. At home, the mother manages with a lot of patience that her child finally understands what was taught in school. Which judge should decide? How many vocations will there be? We see that there is this scale that is wrong. But we don’t see the error. Are we blind?

Download the book gratis: https://letusbe.one/book/

We, the servants of the economy

Is the economy there to fulfill our wishes or are we there to enable with our consumption the growth of the economy? Does the people determine where the economy goes or does the economy tell the people what to do? These questions are not that easy to answer. First of all, of course, we assume that the economy is there for the people. After all, it’s us who pay. If we need something, we go to the store and buy it.

But what is the purpose of advertising and discount campaigns? Why does the economy encourage us to consume more if it only exists to serve us? The economy has already firmly embedded itself in the everyday life of the people. We have become so used to the large amount of advertising on the internet, on television and in the mailbox that we no longer consciously notice it. Time and time again, I am shocked to find that advertising on so-called educational websites is the most aggressive for students.

Search engines know our preferences much better than we do in order to present us with the appropriate advertising. But we tacitly accept that, because we know that the search engines finance themselves through advertising and we’re glad that we don’t have to pay anything for Google.

We think the economy is there for us. But aren’t WE the slaves of the economy today? We consume so that the economy grows. We don’t buy what we really need to be happy, we buy what the economy dictates to us with advertising, discount offers and artificially shortening the shelf life of the products.

The economy builds us beautiful shopping centers where we can spend the evenings, weekends and holidays and which enable us to look for the cheapest piece of clothing and longingly admire the colorful variety.

There are institutions within the economy whose job it is to think up new needs. First of all, it is assumed that this serves to make life pleasant for us. But something pleasant should not be a burden to anyone. Let’s take the example of the SUV, the “Sport Utility Vehicle”. These vehicles may please the buyer, but they are a burden to many people. They produce far too much climate-damaging carbon dioxide and hinder other vehicles when parking.  After the first oil crisis, cars became a little shorter again. So the car manufacturers thought, why don’t we build into the height? And so a new need was created for people who absolutely must show that they have more money than the general public.

A similar example is mobility in general. In the 1950s, people still lived close to where they worked. Then the car, mineral oil and construction industries began to declare mobility as something modern. Today we can no longer imagine life without mobility. But is mobility really our dearest wish? Do we enjoy standing in traffic jams every morning? But we don’t see that anymore. We are sure that this is part of life and if we have two hours less to spend with our family every day for an additional salary of two hundred Euros, then that’s the way it is.

So consumption has become part of our self-image and why should we choose anything other than consumption and the prosperity that we believe is related to it?

For several years now, the economy has no longer only asked us to consume, but has simply taken the initiative itself. Longevity and ease of repair are no longer valued. It’s called planned obsolescence. The quicker things break, the more you have to buy.

Would a sane human being really come up with such a perverted idea, or is there something else behind it?

Download the book gratis: https://letusbe.one/book/

Wir, die Diener der Wirtschaft

Ist die Wirtschaft dazu da, um uns unsere Wünsche zu erfüllen oder sind wir dazu da, um mit unserem Konsum der Wirtschaft zu Wachstum zu verhelfen? Bestimmt das Volk, wohin es mit der Wirtschaft geht, oder sagt die Wirtschaft dem Volk, was es zu tun hat? Diese Fragen sind gar nicht so leicht zu beantworten. Wir gehen natürlich erst einmal davon aus, dass die Wirtschaft für das Volk da ist. Schließlich sind wir es ja, die bezahlen. Wenn wir etwas brauchen, dann gehen wir in das Geschäft und kaufen es.

Aber wozu gibt es dann Werbung, wozu Rabattaktionen? Warum fordert uns die Wirtschaft zu mehr Konsum auf, wenn sie nur dazu da wäre, uns zu dienen? Die Wirtschaft hat sich ja schon fest in den Alltag des Volkes eingenistet. An die viele Werbung im Internet, im Fernsehen und im Briefkasten haben wir uns schon so gewöhnt, also nehmen wir sie nicht mehr bewusst wahr. Ich stelle immer wieder mit Erschrecken fest, dass die Werbung auf sogenannten Bildungsseiten für Schülerinnen und Schüler am aggressivsten ist. Suchmaschinen kennen unsere Vorlieben viel besser als wir selbst, um uns die passende Werbung zu präsentieren. Aber wir akzeptieren das stillschweigend, denn wir wissen, dass sich diese Internetdienste über Werbung finanzieren und wir sind ja froh, dass wir für Google nichts bezahlen müssen.

Wir denken, dass die Wirtschaft für uns da ist. Aber sind nicht WIR heute die Sklaven der Wirtschaft? Wir konsumieren, damit die Wirtschaft wächst. Wir kaufen nicht, was wir wirklich brauchen, um glücklich zu sein, sondern wir kaufen das, was uns die Wirtschaft mit Werbung, Rabattangeboten und künstlicher Verkürzung der Haltbarkeit der Produkte vorschreibt.

Die Wirtschaft baut uns schöne Shopping-Center, in denen wir die Feierabende, die Wochenenden und die Ferien verbringen können und die es uns ermöglichen, nach dem billigsten Kleidungsstück zu suchen und sehnsüchtig die bunte Vielfalt zu bewundern.

Es gibt Einrichtungen innerhalb der Wirtschaft, deren Aufgabe es ist, sich neue Bedürfnisse auszudenken. Man geht erst einmal davon aus, dass dies dazu dient, uns das Leben angenehm zu machen. Wir sind in den letzten fünfzig Jahren aber nicht signifikant glücklicher geworden. Trotzdem werden ständig neue Bedürfnisse geweckt. Sollen uns diese Bedürfnisse glücklich machen oder dienen sie nur dazu, das Wachstum der Wirtschaft zu generieren?

Nehmen wir einmal das Beispiel der SUV, der „Sport Utility Vehicle“. Diese Fahrzeuge erfreuen vielleicht den Käufer, aber sie fallen zur Last. Sie erzeugen viel zu viel klimaschädliches Kohlendioxid und behindern andere Fahrzeuge beim Parken.  Nach der ersten Ölkrise wurden die Autos wieder etwas kürzer. Da dachten sich die Autohersteller, warum bauen wir nicht in die Höhe? Und so war ein neues Bedürfnis kreiert für Menschen, die unbedingt zeigen müssen, dass sie über mehr Geld verfügen als die Allgemeinheit.

Ein ähnliches Beispiel ist die Mobilität allgemein. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wohnten die Menschen noch in der Nähe der Arbeitsstelle. Dann begannen Auto-, Mineralöl- und Bauindustrie die Mobilität als etwas Modernes zu deklarieren. Heute können wir uns das Leben nicht mehr ohne Mobilität vorstellen. Aber ist Mobilität wirklich unser sehnlichster Wunsch? Genießen wir es, täglich morgens im Stau zu stehen? Aber wir nehmen das schon nicht mehr wahr. Wir sind sicher, dass dies zum Leben gehört und wenn wir für zweihundert Euro mehr Gehalt jeden Tag zwei Stunden weniger für unsere Familie übrighaben, dann ist das eben so.

So ist der Konsum ein Teil unseres Selbstverständnisses geworden und warum sollen wir etwas anderes wählen als den Konsum und den in unseren Augen damit zusammenhängenden Wohlstand?

Seit einigen Jahren fragt uns die Wirtschaft schon gar nicht mehr, um noch mehr zu konsumieren, sondern sie ergreift einfach selbst die die Initiative. Es wird kein Wert mehr auf Langlebigkeit und Reparatur-freundlichkeit gelegt. Man spricht von geplanter Obsoleszenz. Je schneller die Dinge kaputt gehen, umso mehr wird gekauft.

Würde ein vernunftbegabtes menschliches Wesen wirklich auf eine solch perverse Idee kommen oder steckt da vielleicht etwas anderes dahinter?

Lade hier das Buch kostenlos herunter: Die einfache Wirtschaft

Global economy – full risk

Tomorrow the XR rebels will again be standing in front of some bank, protesting against involvement in companies that work with fossil fuels. The rebels assume they will be heard. But do banks or companies in the global economy have ears?

But does a company have ears? The shareholders or stockholders who have ears have a financial interest in the company and are entitled to dividends, but the company itself is a legal entity. This legal institution has no ears. The deposits belong to this institution. Neither the shareholders nor the owners can withdraw these funds at any time. The employees also belong to the company. Every employee, up to the CEO, has an employment contract with the company and is responsible for the company’s well-being. The company is doing well when it grows. The faster the better.

A human might listen to the demands of the XR rebels. But what about a company? The company doesn’t understand at all what these rebels want. The company has no sense for the problems of mankind. Inequality doesn’t matter. The company is only interested in maximizing profit, nothing else. And when the pressure from the street creates too much friction in the company, the company goes elsewhere. Globalization has cleared all paths for this.

In order to maximize profits, the company take any risk because its liability is limited. Whether the rainforests are cleared or the fish disappear from the sea does not matter to the company. Environmental disasters are part of the collateral damage of this action, which knows no risk.

The only thing the company cares about is getting the raw materials and workers for its production as cheaply as possible. Where these raw materials come from and under what circumstances they are extracted and produced is also completely irrelevant to the company. And the company particularly likes the fact that the products break down more and more quickly.

Those responsible in the company are bound by employment contracts to be loyal to this company. If they are not committed enough to fulfill this duty, they will lose their jobs. And those in charge would be reluctant to lose their top salary. If the company orders planned obsolescence or cheating on fuel consumption values for cars, the employees have to do this. Whether they want to or not. Their responsibility is limited to making sure the company is doing well.

So you can be sure that the promises made by the CEOs to the XR rebels are not meant to be taken seriously. In any case, the time when these promises will be fulfilled is far in the future. The company doesn’t hear what the company bosses promise at all, it has no ears.

The entire global economy is made up of such companies. These are big companies like Walmart or Amazon, but even the bike courier is at the mercy of his company. If he doesn’t get a few jobs in a row, he can’t pay his rent.

Many people are also concerned about reforming the existing financial system. These people forget that the financial system is a tool of the global economy. And it works excellently for the economy, as the rapid overcoming of the consequences of the Covid-19-induced growth slump has shown. The “invisible hand” will under no circumstances allow man to change anything about this financial system, which is ideal for the economy.

This development of the economy is not reversible. We are at the mercy of the corporations. And whatever we do, the company will respond to with the help of the “invisible hand of the market”. Conventional solutions will not get us anywhere. But we can do one thing, we can simply switch off the lights to the financial system.

Download here the book: The simple economy

Wirtschaft – volles Risiko

Wenn die XR-Rebellen morgen wieder vor eine Bank ziehen und gegen die Beteiligung an Unternehmen protestieren, die mit fossilen Energieträgern arbeiten, dann hoffen die Rebellen, dass sie gehört werden. Um gehört zu werden, braucht es Ohren.

Aber hat ein Unternehmen Ohren? Die Anteilseigner oder Aktionäre, also die mit den Ohren, sind zwar finanziell am Unternehmen beteiligt und haben Anspruch auf Dividende, aber das Unternehmen selbst ist eine eigenständige Institution. Diese juristische Institution hat keine Ohren. Die Einlagen gehören dieser Institution. Weder die Anteilseigner noch die Aktionäre können sich diese Gelder jederzeit auszahlen lassen. Auch die Angestellten gehören dem Unternehmen. Jeder Angestellte bis hin zum CEO hat einen Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen und ist dafür verantwortlich, dass es dem Unternehmen gut geht. Gut geht es dem Unternehmen, wenn es wächst. Je schneller, desto besser.

Ein Mensch würde vielleicht auf die Forderungen der XR-Rebellen hören. Aber ein Unternehmen? Das Unternehmen versteht überhaupt nicht, was diese Rebellen wollen. Das Unternehmen hat keinen Sinn für die Probleme der Menschheit. Ungleichheit interessiert es nicht. Das Unternehmen interessiert nur, dass der Gewinn maximiert wird. Nichts anderes. Und wenn der Druck von der Straße zu viel Reibung im Unternehmen erzeugt, dann geht das Unternehmen woanders hin. Die Globalisierung hat ja alle Wege dafür freigeräumt.

Das Unternehmen kann, um den Gewinn zu optimieren, unbegrenzte Risiken eingehen, da seine Haftung beschränkt ist. Ob die Regenwälder oder die Fische aus dem Meer verschwinden, ist dem Unternehmen egal. Umweltkatastrophen gehören zum Kollateralschaden dieses Handelns, das kein Risiko kennt.

Das Einzige, was das Unternehmen interessiert, ist, dass es die Rohstoffe und die Beschäftigten für seine Produktion so billig wie möglich bekommt. Wo diese Rohstoffe herkommen und unter welchen Umständen sie gewonnen und produziert werden, ist dem Unternehmen ebenfalls vollkommen egal. Und dass die Erzeugnisse immer schneller kaputt gehen, das gefällt dem Unternehmen besonders gut.

Die Verantwortlichen im Unternehmen sind per Arbeitsvertrag zu Loyalität gegenüber diesem Unternehmen verpflichtet. Wenn sie diese Pflicht nicht engagiert genug wahrnehmen, verlieren sie ihren Job. Und die Hauptverantwortlichen würden nur ungerne ihr Spitzengehalt verlieren. Wenn das Unternehmen geplante Obsoleszenz oder Betrug bei den Verbrauchswerten bei Autos anordnet, so müssen die Mitarbeiter spuren. Ob sie wollen oder nicht. Ihre Verantwortung beschränkt sich darauf, dass es dem Unternehmen gut geht.

Man kann sich also sicher darüber sein, dass die Versprechungen, die die Konzernchefs den XR-Rebellen gegenüber machen, nicht so ernst gemeint sind. Der Zeitpunkt der Erfüllung dieser Versprechen liegt ohnehin weit in der Zukunft. Was die Konzernchefs versprechen, hört das Unternehmen überhaupt nicht, es hat ja keine Ohren.

Die gesamte Weltwirtschaft besteht aus solchen Unternehmen. Es handelt sich um große Unternehmen wie Walmart oder Amazon, aber selbst der Fahrradkurier ist seinem Unternehmen ausgeliefert. Wenn er einige Aufträge hintereinander nicht bekommt, kann er seine Miete nicht bezahlen.

Viele Menschen machen sich auch Gedanken darüber, das bestehende Finanzsystem zu reformieren. Diese Menschen vergessen, dass das Finanzsystem ein Werkzeug der globalen Wirtschaft ist. Und für die Wirtschaft funktioniert es ausgezeichnet, das hat die schnelle Überwindung der Folgen des Covid-19-bedingten Wachstumseinbruches gezeigt. Die „unsichtbare Hand“ wird keinesfalls zulassen, dass der Mensch an diesem für die Wirtschaft idealen Finanzsystem etwas verändert.

Diese Entwicklung der Wirtschaft ist nicht reversibel. Wir sind den Unternehmen ausgeliefert. Und auf alles, was wir tun, wird das Unternehmen mit Hilfe der „unsichtbaren Hand des Marktes“ reagieren. Konventionelle Lösungen werden uns nicht weiterbringen. Wir können aber eines tun, wir können dem Finanzsystem einfach das Licht ausschalten.

Lade hier das Buch kostenlos herunter: Die einfache Wirtschaft

Global debt cancellation

Every person in the world who is in debt must have an interest in seeing that debt go away. Due to the general national debt, this affects almost everyone in the world.

This debt relief would be a gift for all concerned.

But how can you ensure that nobody suffers disadvantages as a result?

What would happen if every person in the world could vote on whether their debt, both private and public, be forgiven without harming anyone? Disadvantages would be if something is taken away from someone.

If all money is abolished at the same time as the debt, then nothing will be taken away from anyone, because afterwards everyone in the world will get everything they need for free.

So would every human vote for this? I think so.

Given the helplessness of world leaders in dealing with our future, there will be no other way out of this mess.

The era of money is over. The power over it is now completely slipping out of our hands. Many of the activities vital to human survival are not being carried but on the other hand there are millions of unemployed people waiting to do something. Warehouses for aid supplies are bursting at the seams and on the other hand there are almost a billion people who are starving. That’s grotesque. Money impeded!

We no longer need competition to generate growth, we now need to distribute the world’s wealth fairly. That will only work once we have abolished the money.

The difference between the richest and the poorest is unreal and absurd. Money has lost its function as a measure of value.

Humanity produces more than enough for all people to live well. We no longer need this voucher.

All people in the world must be able to vote that all debts be canceled. For this we need a global referendum.

That is the great task before us.

Anleitung für den Übergang

Jeder Mensch auf der Welt, der verschuldet ist, muss ein Interesse daran haben, dass diese Schulden verschwinden. Auf Grund der allgemeinen Staatsverschuldung betrifft das nahezu alle Menschen auf der Welt.

Diese Entschuldung wäre für alle Betroffenen ein Geschenk.

Wie kann man aber gewährleisten, dass niemand Nachteile dadurch hat?

Wenn gleichzeitig mit den Schulden alles Geld abgeschafft wird, dann wird niemandem etwas weggenommen, denn jeder Mensch auf der Welt bekommt danach alles, was er braucht, gratis.

Also was ist, würde jeder Mensch dafür stimmen? Ich denke, ja.

Angesichts der Hilflosigkeit der Führer der Welt beim Umgang mit unserer Zukunft wird es keinen anderen Weg geben, um heil aus dieser Misere herauszukommen.

Die Ära des Geldes ist vorbei. Es gleitet uns jetzt vollends aus der Hand. Schon die Tatsache, dass viele für die Menschheit überlebenswichtige Tätigkeiten nicht ausgeführt werden, es auf der anderen Seite Millionen Arbeitslose gibt, die darauf warten, etwas zu tun, ist grotesk. Lagerhallen für Hilfsgüter bersten aus den Nähten und andererseits gibt es fast eine Milliarde Menschen, die hungern. Geld behindert!

Wir brauchen keinen Wettbewerb mehr, um Wachstum zu erzeugen, wir müssen jetzt den Reichtum der Welt gerecht verteilen. Das geht erst, wenn wir das Geld abgeschafft haben.

Der Unterschied zwischen den Reichsten und den Ärmsten ist irreal und absurd. Geld hat seine Funktion als Wertmaßstab verloren.

Die Menschheit produziert mehr als genug, damit alle Menschen gut leben können. Wir brauchen diesen Voucher nicht mehr.

Alle Menschen auf der Welt müssen darüber abstimmen können, dass alle Schulden erlassen werden. Hierfür brauchen wir ein globales Referendum.

Das ist die große Aufgabe, vor der wir stehen.

Gesamtes Buch downloaden: https://letusbe.one/einfache/