Alle großen Religionen kennen dieselbe Regel: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest, als wären wir Geschwister. Was wäre, wenn wir auch so wirtschaften würden?
Wir leben in einer Zeit großer Unsicherheit.
Kriege nehmen zu. Der Klimawandel schreitet voran. Die Gesellschaften spalten sich. Gleichzeitig fühlen sich immer mehr Menschen unter Druck, obwohl der materielle Wohlstand vielerorts höher ist als jemals zuvor.
Vielleicht liegt das Problem tiefer, als wir gewöhnlich annehmen.
Vielleicht besteht die eigentliche Herausforderung nicht darin, die Welt besser zu verwalten, sondern die Art zu verändern, wie wir miteinander wirtschaften.
In unseren Familien, Freundeskreisen und Nachbarschaften sorgen wir füreinander, ohne Preise zu verlangen. Wir teilen, helfen und schenken. Diese Form der Zusammenarbeit begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden.
Warum sollte ein Prinzip, das im Kleinen funktioniert, nicht auch im Großen möglich sein?
Let Us Be One ist eine Einladung, über eine Gesellschaft nachzudenken, in der die Versorgung der Menschen wichtiger ist als Kauf und Verkauf, und in der die Sorge für Mensch und Natur wieder im Mittelpunkt steht.
Ein Impuls nach dem anderen – zum Innehalten. Mit den Pfeilen können Sie selbst blättern.
Über Jahrtausende und Kontinente hinweg haben Menschen denselben Kern gefunden.
„Was dir verhasst ist, das tue auch deinem Nächsten nicht.“
Talmud, Schabbat 31a (Hillel)„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“
Matthäus 7,12„Keiner von euch ist wahrhaft gläubig, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selbst wünscht.“
Hadith, 40 Hadithe an-Nawawis, Nr. 13„Man soll sich anderen gegenüber nicht so verhalten, wie man es selbst als unangenehm empfindet. Das ist der Kern der Moral.“
Mahabharata, Anushasana Parva 113,8„Verletze andere nicht mit dem, was dich selbst verletzt.“
Udanavarga 5,18„Was du selbst nicht wünschst, das tu auch nicht anderen an.“
Konfuzius, Gespräche 15,24Fragen Sie nach: Warum funktioniert Teilen in der Familie, aber nicht in der Gesellschaft? Wie könnte eine Wirtschaft aussehen, in der Konkurrenz nicht mehr nötig ist?
Der Dialog beruht auf dem Buch und dem Bericht von Eberhard Licht.
Wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der die Versorgung der Menschen wichtiger ist als Kauf und Verkauf, beschreibt Eberhard Licht ausführlich auf simple.economy.nu – in Thesen, als Bericht und als Buch.