Kapitalismus beenden

Warum wir den Kapitalismus schnellstmöglich beenden müssen

Was ist überhaupt Kapitalismus?

Kapitalismus ist ein wirtschaftliches System, das auf privatem Besitz von Produktionsmitteln basiert und darauf abzielt, Gewinne zu erzielen. Im Kapitalismus werden die Produktionsmittel wie Fabriken, Land und Maschinen von privaten Einzelpersonen oder Unternehmen kontrolliert und genutzt, um Waren und Dienstleistungen zu produzieren.

Ein zentraler Aspekt des Kapitalismus ist der freie Markt, auf dem Angebot und Nachfrage die Preise bestimmen. Die Idee ist, dass durch den Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern Effizienz und Innovation gefördert werden, was letztendlich zu einem höheren Wohlstand für die Gesellschaft führen soll.

Im Kapitalismus sind Gewinne und Verluste in erster Linie auf die Eigentümer der Produktionsmittel übertragen, und die Ressourcen werden in der Regel nach den Prinzipien des Eigennutzes und der Rentabilität allokiert.

Kritiker des Kapitalismus weisen oft auf soziale Ungleichheit, Umweltzerstörung und die Tendenz zu Konzentration von Reichtum und Macht bei einer kleinen Elite hin.

Wie geht es weiter mit dem Wachstum?

Das Grundprinzip des Kapitalismus ist also Wachstum.

Niemand weiß, warum das so ist. Aber obwohl wir seit 50 Jahren wissen, dass Wachstum unsere Lebensgrundlagen zerstört, hat Wachstum in Politik und Wirtschaft oberste Priorität

Die sichersten Quellen für Wachstum sind Umweltkatastrophen und Kriege, weil dort etwas zerstört wird, was wieder aufgebaut werden muss. Es ist wie beim “Wirtschaftswunder” nach dem 2. Weltkrieg. Alles, wobei Geld ausgegeben wird, trägt zum Wirtschaftswachstum bei.

Deshalb wird der Kapitalismus nichts gegen diese Katastrophen unternehmen. Das alleine ist schon Grund genug, den Kapitalismus zu beenden.

Könnte die Wirtschaft nicht auch ohne Wachstum auskommen?

Die Wirtschaft alleine braucht kein Wachstum. Aber das Finanzsystem zwingt die Wirtschaft dazu, damit Profit entstehen kann.

Wenn die Wirtschaft weniger produziert, dann kommt es regelmäßig zu Wirtschaftskrisen. Eine schrumpfende Wirtschaft wäre an sich kein Problem, es würde einfach weniger produziert werden. Aber weil das Finanzsystem dabei kollabiert, reißt es die Wirtschaft mit in den Abgrund.

Deshalb müssen wir das Finanzsystem von der Wirtschaft abkoppeln.

Der beste Weg ist Revolution?

Ich denke, wir müssen unsere Vorstellungen von Revolution korrigieren. Die Oktoberrevolution im Jahre 1917 führte nicht zum gewünschten Erfolg. Vielleicht liegt es auch daran, dass Karl Marx unter ganz anderen Verhältnissen lebte als sie im fortgeschrittenen Kapitalismus herrschen. Das kann passieren, wir müssen nur jetzt überlegen, was wir anders machen können.

Was nicht geht:

  • Wirtschaft nachhaltig machen
  • Finanzsystem reformieren

Warum?
Weil sich Wirtschaft und Finanzsystem gegenseitig optimieren. Das kapitalistische System erlaubt keinen Eingriff in dieses System.

Wir wissen seit mindestens 50 Jahren, dass das Wirtschaftswachstum unsere Lebensgrundlagen zerstört aber das Wachstum geht ungehindert weiter, obwohl es viele gute Ideen gibt.

Im Gegenteil, aus allen großen Wirtschaftskrisen ist das kapitalistische System gestärkt hervorgegangen.

Was geht?

Die Loskoppelung des Finanzsystems von der Wirtschaft.

Wenn weltweit alle Menschen ab einem bestimmten Stichtag, z.B. dem 01.04.2025 freiwillig, also ohne Bezahlung arbeiten, dann entstehen in der globalen Wirtschaft keine Kosten mehr.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass in der Wirtschaft genau so produziert werden kann, wenn die Arbeitskräfte freiwillig arbeiten. Schließlich erfolgt etwa 40 Prozent der weltweit geleisteten Arbeit freiwillig.

Weil keine Kosten entstehen, können alle Waren gratis abgegeben werden. Deshalb ist es kein Problem, wenn die Menschen ohne Bezahlung arbeiten, denn sie können sich alles gratis nehmen, was sie brauchen.

  • Nie wieder Angst vor Arbeitslosigkeit!
  • Jeder Mensch hat ungehinderten Zugang zu allem Lebensnotwendigen

Das Finanzsystem ist dann überflüssig und wird sich einfach auflösen.

Es gibt freilich auch kein Kapital mehr. Das ist deshalb das Ende des Kapitalismus.

Niemand verdient mehr an der Herstellung und am Handel mit Waffen, das ist das Ende aller Kriege.

Die Wirtschaft ist dann frei von Wachstum und muss nur das produzieren, was die Menschen von sich aus verlangen. Die Wirtschaft ist dann wirklich für die Menschen da. Es gibt keine Bestrebungen mehr, so viel wie möglich zu verkaufen oder die Sachen möglichst schnell kaputt gehen zu lassen.

Wir wissen, dass die Menschen viel weniger Dinge benötigen als heute, um glücklich und zufrieden leben zu können.

Um freiwillig zu arbeiten brauchen wir keine Mehrheiten, keine Volksabstimmungen und keine Parteien, wir können es einfach tun.

Das einzige, was wir tun müssen ist, alle Menschen weltweit zu fragen:

„Bist du bereit, freiwillig zu arbeiten wenn du alles, was du für ein glückliches und zufriedenes Lebens brauchst, geschenkt bekommst?“

Was passiert dann?

Zunächst gibt es keinen Unterschied. Alle Menschen gehen weiter wie gewohnt auf Arbeit, die Kinder in die Schule. Denn die Wirtschaft beruht auf Verträgen, die weiterhin gelten. Von diesem Tag an fallen allerdings keinerlei Kosten an, sodass alles, was produziert wird und was wir zum Leben benötigen, gratis abgegeben werden muss. Deshalb ist es auch am einfachsten, dass die Abkoppelung weltweit am gleichen Tag stattfindet.

Wenn alles verschenkt wird, dann ist freilich auch Werbung überflüssig. Nach kurzer Zeit nehmen sich die Menschen deshalb nur noch das, was sie wirklich benötigen, um glücklich und zufrieden leben zu können. Dafür werden viel weniger Rohstoffe und Energie benötigt und es entsteht viel weniger Abfall. Wahrscheinlich werden dann regenerative Energieträger ausreichen. Da es dann keine Rolle mehr spielt, wie viel Arbeitszeit für die Produktion einer Ware gebraucht wird, gibt es keine Hindernisse mehr für eine komplette Kreislaufwirtschaft. Unser ökologischer Fußabdruck wird sich wieder einer Erde annähern.

Eigentum zu Allmende

Nach der Auflösung des Finanzsystems gibt es freilich auch kein Kapital mehr. Eigentümer haben nichts mehr von ihrem Eigentum (außer Verantwortung), deshalb werden sie daran interessiert sein, ihr Eigentum loszuwerden. Es wird dann von ganz alleine wieder zu Allmende.

Echte Basisdemokratie

Heute ist es so, dass die parlamentarische Demokratie dazu da ist, dass das Parlament um Geld kämpft, damit die Versprechen erfüllt werden können, die den Wählern gemacht wurden.

Wenn sich das Finanzsystem aufgelöst hat, dann entscheiden die Menschen in den Wohngemeinschaften direkt darüber, welche erforderlichen Aufgaben realisiert werden.

Ist 100 Prozent freiwillige Arbeit utopisch?

Es klingt erst einmal so. Aber bereits heute arbeiten 40 Prozent aller Menschen freiwillig. Es sind hauptsächlich Frauen, die zu Hause oder im Care-Bereich dafür sorgen, dass den ArbeitnehmerInnen der Rücken frei gehalten wird, um mit ihrer bezahlten Arbeit das Kapital zu vermehren,

Wirkliche Gleichberechtigung wird es geben, wenn auch die restlichen 60 Prozent freiwillig arbeiten. Warum das möglich ist, habe ich ja oben bereits beschrieben.

Diskussionsbedarf?

Ich diskutiere gerne mit euch über dieses neue Konzept. Bitte schreibt mir eine Email, wenn ihr Gesprächsbedarf habt.

post@LetUsBe.One

Berlin, den 1. Mai 2024

Eberhard Licht

Dies ist meine persönliche Homepage und meine persönliche Meinung.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *