Eine Welt ohne Geld

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Stell dir vor, du gehst einkaufen und musst nichts bezahlen. Wäre das nicht toll?

Morgen könnte das möglich sein. Es müssten nur alle Menschen weiterhin ihre täglichen Tätigkeiten machen. Das ist möglich und wir müssen dazu überhaupt nichts ändern. Wir müssen nur alles genau so machen wie am Tag vorher. Nur, dass kein Geld fließt. Man würde es nicht merken.

Ein bisschen Selbstdisziplin wäre nötig aber gerade beweisen wir, dass wir diese haben. Weil alle Menschen auf der Welt diszipliniert ihre Mund- und Nasenbedeckung tragen.

Die nächste gute Nachricht: Dinge, die keinen Nutzen haben, sondern nur Ressourcen verbrauchen und Abfall schaffen und zum Klimawandel beitragen, werden nicht mehr produziert. Weil niemand Profit mit deren Produktion machen kann. Weil es ja kein Geld gibt.

Und noch eine gute Nachricht: Alle, die Hunger leiden oder auf der Straße schlafen müssen weil sie kein Geld haben, wären mit einem Male versorgt. Denn heute gibt es ja genug von allem.

Selbst Dinge, die nur Leid verursachen, wie Waffen, werden dann wahrscheinlich nicht mehr hergestellt.

Heute haben diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, oft keinen Zugang zum Nötigsten, weil ihnen selbst das wenige Geld fehlt. Dieses Problem wäre sofort beseitigt. Und es gibt noch weitere gute Gründe.

Aber wir kommen wir dahin?

Ganz einfach. Es müsste das Geld einfach entwertet werden, wie es ja in Krisenzeiten regelmäßig passiert. Nur diesmal gibt es keine Ersatzwährung und wir wären wirklich frei, zu entscheiden, was wir aus den Geschäften mitnehmen.

Noch eine positive Nachricht: Jeder von uns hat ein paar Schulden. Das Auto ist noch nicht ganz abbezahlt, die letzten Einkäufe auf Kreditkarte oder die 25.000 €, die jeder aufgrund der Staatsverschuldung mit sich trägt. Die wären mit einem Schlag weg.

Wir müssen nur die Hand heben und Ja sagen und es passiert. Es gibt nur ein kleines Problem. Auf der ganzen Welt müssen die Menschen gleichzeitig die Hand heben und Ja sagen. Wie beim weltweiten Einsetzen der Covid-19-Maßnahmen.

Oh, ich vergaß zu sagen bei was. Weltweit müssten die Menschen mit Volksbegehren diese Geldentwertung fordern. 

Deshalb – so schnell wie möglich weitersagen!

Den Banken schadet es nicht, denn die haben das Geld sowieso einfach nur gedruckt. Und das meiste ist wegen der niedrigen Zinsen in Immobilien und Unternehmen angelegt und das nimmt ihnen ja keiner weg. Und man braucht ja eh kein Geld mehr, für nichts.

Die Politiker wären froh, da sie die gigantischen Geldflüsse seit langem nicht mehr überblicken und hilflos zuschauen, wie immer mehr Geld gedruckt wird. Sie würden es nur nicht so einfach zugeben.

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Ihr denkt vielleicht, wer würde denn dann noch arbeiten?

Wenn wir jetzt darüber nachdenken, ob es funktionieren würde oder nicht, müssen wir davon ausgehen, dass wir anders denken werden. Wir tun nichts mehr, nur um Geld zu verdienen, sondern wir machen alles freiwillig. Als ob es unser Hobby wäre. 

So wie wir jetzt Mund und Nase bedecken um uns und andere zu schützen, werden wir auch dann ganz selbstverständlich unsere täglichen Pflichten erfüllen, um uns und andere zu ernähren und zu versorgen. Das ist angeborener Selbstschutz. Das Verhalten aller Menschen auf der Erde beim Lockdown ist der Beweis dafür, dass wir die nötige Disziplin haben. Es gibt keinen Grund mehr, daran zu zweifeln.

Aber werden wir dann nicht aus den Geschäften mitnehmen, soviel wir tragen können, wenn alles kostenlos ist?

Menschen sind nicht von Natur aus schlecht. Gier und Neid werden uns anerzogen. Sie sind das Öl im Getriebe des Marktes und der Markt wird alles tun, damit es so bleibt.

In Wirklichkeit schlummern die guten Eigenschaften in uns. Oder wer soll am Ende des Netflix-Films gewinnen? Die Bösen oder die Guten?

Wir dürfen uns die Gesellschaft auf Freiwilligkeit nicht vorstellen wie die Schlacht am kalten Buffet oder den Black Friday, wo man etwas zeitlich eng begrenzt (fast) kostenlos bekommt.

Es ist eher wie ein entspannter All-Inclusive-Urlaub. Man weiß, dass auch morgen alles gratis ist. Oder ein Fest, zu dem jeder etwas mitbringt. Jeden Tag.

Niemand wird sich mehr anstrengen, wenn Leistung nicht bezahlt wird!

Das denken wir, weil wir so erzogen sind. Aber wie sind wir wirklich? Haben wir uns in der Schule tatsächlich mehr angestrengt, wenn man uns Geld versprochen hat? Engagieren wir uns nicht für unsere Hobbys oft viel stärker als für unseren Beruf? Wikipedia – eine Plattform, die durch Freiwillige getragen wird. Manchmal bremst das Geld sogar oder hörten wir nicht schon den Satz: „… dafür werde ich ja nicht bezahlt!“.

Brauchen wir dann nicht eine andere Währung um zu tauschen, wenn das Geld weg ist?

Stell Dir vor, Du gehst zu einer Party und jeder soll etwas mitbringen. Nimmst Du Deinen Salat mit um ihn gegen das Tiramisu einzutauschen? Nein. Jeder bringt seine volle Leistung ein ohne tauschen zu wollen. Das ist das Wesen der Freiwilligkeit.

Manche, die sich über diese neue Gesellschaft Gedanken machen, nennen sie auch Geschenkwirtschaft. Wir bekommen die Rohstoffe und die Energie von der Erde und der Sonne geschenkt und schenken sie dann weiter.

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Vielleicht wenden sich manche Dinge zum Schlechten, wenn das Geld abgeschafft ist aber es wird viel mehr Dinge geben, die sich zum Guten wenden. Denken wir nur an das Verschwinden von Menschen- und Drogenhandel, Preis-Dumping, Mietwucher oder Börsengeschäfte mit Lebensmitteln, obwohl viele Menschen hungern. Wahrscheinlich werden sogar die Kriege verschwinden, weil niemand mehr Geld mit Waffen verdienen kann.