BITTE NICHT ERSCHRECKEN!

Es passiert nichts Schlimmes, wenn alles Geld der Welt abgeschafft wird. Niemandem wird etwas weggenommen denn man bekommt ja danach alles kostenlos.

Um wirklich zu verstehen, wie es funktioniert, können wir ein einfaches Gedankenexperiment machen.

Jetzt ist es so, dass wir auf Arbeit gehen, weil wir Geld brauchen um uns etwas zu Essen kaufen zu können. Sonst verhungern wir.

Wenn das Geld abgeschafft ist, bekommen wir das Essen gratis. Aus Dankbarkeit dafür gehen wir dann am nächsten Tag zur Arbeit.

Beides ist genau das Gleiche, nur dass ersteres mit Geld und letzteres ohne Geld funktioniert.

Wir gehen ganz normal auf Arbeit oder zur Schule. Aber abends im Geschäft bekommen wir alles gratis. Auch alle Transportmittel können natürlich gratis benutzt werden. Wir werden erst einmal gar nichts davon merken, wenn das Geld weg ist, denn den Lohn oder das Gehalt gibt es ja sowieso erst am Monatsende. Und bis dahin haben wir uns schon daran gewöhnt, und genießen, dass wir alles geschenkt bekommen.

Und das Wichtigste: Niemand muss mehr auf der Straße schlafen, weil er kein Geld hat.

Und niemand muss mehr verhungern, da wir die Nahrungsmittel nicht mehr verkaufen müssen, wir können sie dann verschenken!

Der Markt hatte in der gesamten Geschichte der Menschheit seine Berechtigung. Da es nicht genug für alle gab, konnten sich nur die, die Geld hatten, etwas kaufen.

Aber seit ein paar Jahren produzieren wir mehr als wir verbrauchen können und wenn wir so weitermachen, verwandeln wir unsere Erde in einen unbewohnbaren Müllplatz.

Der Hauptgrund für die Abschaffung des Geldes:

 Die Politik ist von der globalen Wirtschaft entmachtet worden!

Seit dem Report des Club of Rome, “The Limits to Growth”, 1972 stieg die Konzentration an CO2 in der Atmosphäre immer schneller. Die 1. UN Klimakonferenz fand 1995 statt aber auch 25 weitere Klimakonferenzen sowie das Paris-Abkommen 2015 haben daran nichts geändert. Dies führt zur immer schnelleren Erwärmung unseres Planeten und somit zu einer ökologischen Katastrophe.

Die Grafik des Umweltbundesamtes zeigt, dass die Politik keinen Einfluss darauf hat.

Als Lösung schlagen die einen Ökonomen einen Green New Deal vor und die Wirtschaftsexperten vom Weltwirtschaftsforum machen sich Gedanken über einen Great Reset. Auch Ideen zu Degrowth oder Doughnut-Ökonomie gibt es. Aber sie alle wissen, dass die Gleichung nicht aufgehen kann. Niemand weiß, wie er die Wachstumsmaschine Wirtschaft bremsen kann. Brief an den Vorsitzenden des WEF

Es gibt eine Lösung um sie zu stoppen!

Man kann das Gesetz der Marktwirtschaft außer Kraft setzen. Das geht, indem man entweder die Waren wegnimmt oder das Geld.  Die Waren kann man nicht wegnehmen, wohl aber das Geld.

Das Geld kann leicht abgeschafft werden durch ein weltweites Referendum zur Geldentwertung ohne Ersatzwährung. Es muss nur die Mehrheit der Menschen dafür stimmen.

Ein „Voucher“ wie Geld braucht man nur, wenn nicht ausreichend Waren zur Verfügung stehen. Wir leben aber schon im Überfluss und sind durch den Stand der Technik in der Lage, die gesamte Menschheit ausreichend mit Waren zu versorgen.

Da Neuinvestitionen dann gratis sind, entfällt der Hauptgrund für das Wirtschaftswachstum!

Die Manager müssen sich keine Gedanken darüber machen wie Investitionen bezahlt, wie die Kredite bedient oder wie die Steuern am besten verteilt werden sondern sie könnten sich ganz darauf konzentrieren, dass die Bedingungen für ihre Beschäftigten optimiert werden.

Auch alles andere ist gratis. Der tägliche Bedarf, der öffentliche Transport, wirklich alles.

Ländern des globalen Südens werden sofort die Schulden abgenommen und sie können aufatmen und ihre Ressourcen schonen. Länder des globalen Nordens können unbegrenzt helfen da humanitäre Hilfen dann gratis sind.

Und weil man danach kein Geld mehr braucht, hat wirklich niemand einen Nachteil davon.

Wichtig ist, dass wir beim Übergang unser tägliches Verhalten nicht ändern, sodass die Produktion und die Warenströme nicht gestört werden. Das solidarische Verhalten der gesamten Menschheit beim Covid-19 Lockdown hat gezeigt, dass wir diszipliniert genug sind, um die Versorgungsketten aufrecht zu halten, auch wenn kein Geld fließen würde.

Und unsere gesamte politische Landschaft bekommt dadurch eine wirkliche gemeinsame Aufgabe. Damit es funktioniert, müssen alle Menschen motiviert werden, alles erst einmal genauso weiterzumachen wie bisher, damit die bestehenden Verträge eingehalten werden. Dazu müssen alle Politiker an einem Strang ziehen und es ist vollkommen gleichgültig, ob man rechte, linke, grüne, konservative, liberale oder sozialistische Anschauungen hat.

Bereits nach wenigen Tagen werden wir unser Verhalten ändern, wenn wir merken, dass wir alles geschenkt bekommen. Viel früher als die Feststellung, dass wir nichts verdienen, weil ja das Gehalt oder der Lohn sowieso meist am Monatsende erst erwartet wird.

Arbeitslosigkeit muss nicht mehr erschrecken. Wenn Mitarbeiter in der Autoindustrie oder im Bankgewerbe ihre Arbeit verlieren sind sie trotzdem versorgt. Denn es werden ja deshalb nicht weniger Brote gebacken oder weniger Kleider genäht.

Da die Bildung von Profit durch das Fehlen des Geldes ausgeschlossen ist, muss Eigentum nicht verstaatlicht werden. Deshalb muss es auch keine Revolution geben. Niemand muss Angst haben. Eigentum muss bleiben denn es ist deshalb wichtig, da es zum sorgsamen Umgang damit verpflichtet. Das haben wir aus dem Zusammenbruch des Sozialismus gelernt.

Eberhard Licht      now@letusbe.one

Brüssel, März 2021

1 Die Idee
2 Warum müssen wir das Geld abschaffen?
3 Gesellschaftspolitische Betrachtungen
4 Wie können wir es erreichen?
5 Privateigentum
6 Der Übergang
7 Entwicklung der Wirtschaft
8 Epilog

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