Einfache Wirtschaft halbiert den ökologischen Fußabdruck!

Der Klimawandel schreitet voran und die Ungleichheit auf der Welt wird größer.

Woran liegt das wohl?

Fangen wir einmal mit der Ungleichheit zwischen arm und reich, zwischen globalem Norden und globalem Süden an. Unser Wirtschaftssystem beruht auf Wettbewerb. Wettbewerb bedeutet, es gibt ein Startsignal und alle rennen los. Im Sport ist das so und genauso ist es in der Wirtschaft. Der Beste oder der Schnellste gewinnt und bekommt das Geld. Alle anderen gehen leer aus.

Derjenige, der das Geld bekommt, kann sich noch besser auf den nächsten Wettbewerb vorbereiten und dann bekommt er noch mehr Geld. Deshalb werden wenige Menschen immer reicher, im Gegensatz zu den vielen Verlierern. Beim Wettbewerb zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden ist es ähnlich. Da der Süden bereits finanziell hoch verschuldet ist, hat er überhaupt keine Chance, gegen den Norden zu gewinnen.

Wie ist es nun beim Klimawandel?

Es ist ja nicht nur der Klimawandel, der das Fortbestehen der Menschheit bedroht. Jeden Tag verschwinden etwa 150 Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich. Natürliche Ressourcen werden schonungslos ausgebeutet und bald wird es Kriege deswegen geben. All dies ist miteinander verknüpft. Wir verbrauchen mehr als das Doppelte dessen, was die Erde wieder regenerieren kann.

Messbare Größe der Ursache des Klimawandels ist die Konzentration an Kohlendioxid in der Atmosphäre.

So entwickelt sich die CO2-Konzentration seit dem Klima-Gipfel in Paris 2015. Die Konzentration steigt überdurchschnittlich! Auch die Proteste von FFF seit 2019  konnten daran nichts ändern.

Diese ganzen Effekte fallen nicht einfach so vom Himmel sondern sie werden durch das stetige Wachstum der Weltwirtschaft verursacht.

Wir kennen die Zahlen. Wenn das Wachstum einmal unter drei Prozent fällt, dann schlagen die Politiker Alarm, man muss nur einmal aufmerksam die Nachrichten verfolgen. Unsere demokratisch gewählten Politiker, die sich über das Wachstum freuen, werden mit Sicherheit keine Gesetze auf den Weg bringen, die diesem Wachstum schaden. Und die große Masse der Wähler wird sich dem Wachstum nicht widersetzen, weil diese Menschen Angst davor haben, ihre “Arbeit” zu verlieren, kein Geld mehr zu verdienen und verhungern zu müssen. Für sie gibt es nur die Alternative: Entweder am Klimakollaps zugrunde zu gehen oder den Hungertod zu erleiden. Und das Letztere liegt ihnen näher.

Das “grüne” Wachstum beschert der globalen Wirtschaft immer höhere Gewinne und die Armut hat eine nie dagewesene Größe erreicht.

Selbst wenn es Anlagen gäbe, die das Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre holen oder wenn aller Stahl der Welt mit grünem Wasserstoff erzeugt werden würde, würden wir immer noch mehr als das Doppelte dessen konsumieren, was die Erde wieder regenerieren kann.

Dieses Wirtschaftssystem, dieser Power-Wachstumsgenerator lässt sich nicht bremsen. Und dafür gibt es einen ganz einfachen Grund.

Unser derzeitiges Wirtschaftssystem ist entstanden, um einen ganz bestimmten Zweck zu erfüllen. Vor ungefähr 300 Jahren gab es in Europa Hunger und Not. Da machten sich kluge Menschen, wie z.B. Adam Smith Gedanken darüber, wie man die Wirtschaft auf Schwung bringen kann, wie man es schafft, dass die Wirtschaft wächst. Und so entstand der Wettbewerb.

Aber was können wir nun wirklich tun, um etwas daran zu ändern?

Wenn man einmal unser Wirtschaftssystem ganz stark abstrahiert, dann stellt man fest, dass es einen Markt gibt und auf dem Markt gibt es Ware und Geld. Jeder will für sein Geld so viel wie möglich Ware und jeder will für seine Ware Arbeitskraft so viel wie möglich Geld.

Das ist die Wurzel für das Wachstum der globalen Wirtschaft. Geld ist der Wertmaßstab, an dem alles gemessen wird.

Seit ungefähr fünfzig Jahren wissen wir aber, dass das Wachstum unbedingt gestoppt werden muss, dass wir es sogar reduzieren müssen um unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Aber ein System, das 300 Jahre lang vervollkommnet wurde, um Wachstum zu erzeugen kann man nicht benutzen, um das Wachstum aktiv und ausreichend schnell schrumpfen zu lassen. Und solange wir an diesem System festhalten, werden wir unsere Erde weiter zugrunde richten.

Für einen Systemwechsel gibt es nur eine Möglichkeit.

Im System Markt – Ware – Geld kann man nur das Geld entfernen. Die Ware brauchen wir ja um zu leben. Und leben können wir durchaus ohne Geld. Die Menschheit ist zwei Millionen Jahre lang ohne Geld ausgekommen, bis einige damit begannen, Land einzuzäunen und andere darauf arbeiten ließen, indem sie ihnen ein Tauschmittel anboten.

Natürlich kann man die Welt von vor zehntausend Jahren nicht mit unserer heutigen Welt vergleichen aber letztendlich ging es darum, die tägliche Versorgung zu gewährleisten. Das, was damals die Sammler machten, lassen wir heute von Landmaschinen erledigen und die Tätigkeit der Jäger wurde von der Lebensmittelindustrie übernommen. Der Stand von Wissenschaft und Technik erlaubt es, uns mit vielerlei Dingen zu umgeben, die uns das Leben angenehm machen. Aber auch damals haben die Menschen Mühen und Strapazen auf sich genommen, wahrscheinlich sogar mehr als heute, obwohl es kein Geld gab.

Sonst wäre die Menschheit längst verhungert und ausgestorben.

So, und aus welchem Grund soll das heute nicht mehr funktionieren? Gerade haben wir bewiesen, dass die Menschheit diszipliniert und solidarisch ist. Sonst hätten wir die Pandemie nicht so glimpflich überstanden.

Was würde denn passieren, wenn wir das Geld aus diesem System entfernen? Die Waren könnten sich dann von ganz alleine verteilen. Dort, wo Bedarf herrscht, gehen die Waren hin. Dort, wo der Bedarf nahezu gedeckt ist, wie im globalen Norden, wird dann nur noch wenig konsumiert. Auch die Benachteiligten bekommen dann ihren gerechten Teil.

Mit der Arbeit ist es ähnlich. Es wird so viel gearbeitet, wie nötig, um alle Menschen ausreichend zu versorgen. Mehr Freizeit wird uns garantiert glücklicher machen als immer mehr Konsum. Heute arbeiten wir so viel wie möglich, was zu immer mehr Ressourcenverschwendung, Ausstoß von Treibhausgasen und Abfall führt.

Wir müssen einfach nur das Geld aus dem System herausnehmen. Dann haben wir den Systemwechsel, der dafür sorgen wird, dass das, was wir herbeisehnen, von selbst passiert.

Wie könnte denn nun das Geld abgeschafft werden?

Ganz einfach. Fast alle Menschen der Welt sind auf Grund von Privatkrediten oder Staatsverschuldung verschuldet. Und fast alle Menschen auf der Welt träumen davon, dass ihre finanziellen Schulden verschwinden. Mit der Abschaffung des Geldes würden sich all diese Schulden auflösen. Wir müssten nur endlich das verwirklichen, wovon alle Menschen seit biblischen Zeiten träumen. Einen weltweiten Schuldenerlass, ein Jubilee. Gleichzeitig lassen wir das Geld verschwinden. So einfach ist es.

Dem Gläubiger, dem du Geld schuldest, wird kein Schaden zugefügt. Denn alles, was er sich von deinen Zinsen kaufen würde, kann er sich einfach nehmen, wenn es kein Geld mehr gibt. Die Waren sind ja da, sie verschwinden ja nicht mit dem Geld.

Das Verhalten aller Menschen wird sich schnell ändern denn es gibt keinen Grund mehr, jemanden zu betrügen. Man kann sich einfach nehmen, was man braucht. Und wir werden uns dann wirklich nur das nehmen, was wir brauchen um glücklich zu sein.

Und wenn es jetzt jemanden gibt der sagt: Da schleppe ich fort, was ich tragen kann, den frage ich einfach – wozu?

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