Von Blinden und Dämonen

Normalerweise überfliege ich morgens kurz die Schlagzeilen des nationalen Rundfunks der Niederlande auf meinem Handy. Wenn mir etwas als interessant erscheint, klicke ich darauf und lese ein Stück vom Text. Das ist sehr praktisch und zeitsparend. Ich mache mir am liebsten selbst meine Gedanken darüber und lasse mich nicht gerne vom politischen Wind beeinflussen, der gerade weht.

Aber in den letzten Tagen hatte ich keine Verpflichtungen, da Frau und Kinder ein paar Tage nicht zu Hause waren. So nahm ich mir zwei Zeitungen aus Papier zur Hand. Es war die kostenlose Bürgerinformation der Stadt Utrecht und das Magazin unserer Krankenversicherung. Auf ersterer stach mir das Foto von Maxima, der Königin der Niederlande ins Auge. Sie hat an einem Kongress teilgenommen, den der Minister für Soziales und Arbeit organisiert hatte und in dem es um Hilfe bei Verschuldung ging. Anlass war die Kampagne „Komm aus den Schulden heraus“, die im Mai dieses Jahres startete.

Im Blatt der Krankenversicherung schrieb man über einen Menschen, der sich neben Beruf und Familie ehrenamtlich in der Hilfe für verschuldete Mitbürger engagiert. Er ist Betriebswirtschaftler und begleitet gerade einen jungen Mann, der durch häufige Spontaneinkäufe in finanzielle Probleme gekommen ist. Man hat den Eindruck, dass es sich dabei vor allem um psychologische Unterstützung handelt. Wie vermeide ich, den Angriffen geschickter Reklame und der Kreditinstitute zu entgehen.

Ein zweiter Artikel auf Seite 10 erregte ebenfalls meine Aufmerksamkeit: „Wie schützt du dein Gehör?“. Es ging um ein Jazz-Festival und die Möglichkeit, Gehörschäden zu vermeiden, indem man Ohrstöpsel trägt. Diese werden am Eingang verkauft und mit den finanziellen Einnahmen unterstützt man das Festival.

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich nicht vom politischen Wind beeinflussen lassen will, aber ich habe im Gegensatz zu meinen Mitbürgern den Eindruck, dass diese Erscheinungen nicht in der Natur begründet sind sondern künstlich hervorgerufen werden. Beklagen wir uns nicht alle über die hohe Lautstärke bei Pop-Veranstaltungen?

Eigentlich wären diese beiden Probleme ganz einfach zu lösen. Man macht keine Werbung mehr, die zum Kauf meist unnötiger Dinge und zur Aufnahme von Krediten verleiten und man wählt ganz einfach eine für alle angenehme Lautstärke bei Beschallungen. Bei klassischen Konzerten ist das ja eigentlich normal, ohne dass sich jemand darüber beschwert. 

Beim Nachdenken darüber, warum die Verantwortlichen nicht von selbst darauf kommen, fällt mir eigentlich nur ein, dass Blindheit die Schuld sein muss. Dadurch sehen wir die Ursache nicht, durch die Menschen in finanzielle Probleme kommen und durch die irreversible Verletzungen des Gehörs entstehen. Doch es ist so offensichtlich dass das eigentlich nicht der alleinige Grund sein kann. Deshalb muss noch etwas anderes im Spiel sein. Vielleicht sind es Dämonen, die vorgaukeln, dass die hohe Lautstärke und die aggressive Reklame für etwas nötig sind, das wir Menschen nicht verstehen. Dämonen, die sich heimlich ins Fäustchen lachen und sich über den Schaden freuen, den sie damit anrichten.

Warum greift Christus nicht ein wie er es vor 2000 Jahren getan hat? Es muss damals auch viele Blinde und Dämonen gegeben haben denn er hat beinahe täglich und in großer Zahl Blinde sehend gemacht und Dämonen ausgetrieben. Zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man das Matthäus-Evangelium liest.

Komm guter Jesus Christus, komm zu uns in unsere Gesellschaft und heile uns!

Gedanken zu Lazarus

Ich bin nicht Lazarus und ich bin auch nicht wirklich arm. Aber vor 9 Jahren habe ich aufgehört zu arbeiten. Ich war 55 Jahre alt. Wir sind wegen des Jobs meiner Frau in eine andere Stadt gezogen und ich wollte mich nicht mehr für eine neue Stelle bewerben. Seitdem leben wir nur vom Gehalt meiner Frau. Ich versuche, so sparsam wie möglich zu sein. Ich kaufe mir einmal im Jahr eine neue Hose wenn die alte anfängt kaputt zu gehen und alle zwei Jahre ein paar Sandalen. Ich benutze das alte Handy meines Sohnes, das ich noch einmal reparieren konnte. Und meine zwei Brillen für nah und fern habe ich bei Hema für drei Euro gekauft. Außer ab und zu ein Buch kaufe ich mir nichts. Trotzdem vermisse ich nichts aber ich hatte in den vergangenen neun Jahren etwas, was die meisten nicht haben, ich hatte viel Zeit für meine Kinder. Sie waren damals 10 und 11 Jahre alt.

Die Entscheidung, vor 9 Jahren mit Arbeiten aufzuhören kam überhaupt nicht durch meinen christlichen Glauben. Aber natürlich gibt es Christen, die auf Grund ihres Glaubens bereit sind, Christus nachzufolgen. Statistisch gesehen, müsste es hier in unserer Gemeinde zwei oder drei Menschen geben, die alles aufgeben würden, wenn Christus rufen würde: „Gib deinen Reichtum weg und nimm mein Joch, denn es ist leicht“. Sie würden das leichte Joch sofort auf sich nehmen. Viele der jüngeren Menschen haben sicher nie ein Joch gesehen, außer auf Fotos oder Gemälden. Es ist der Balken, der den Ochsen auf die Schulter gespannt wird und mit dem sie die schweren Lasten ziehen. Aber Christus sagt, mein Joch ist leicht. Wie kann das sein? Ich stelle mir das mit dem leichten Joch so vor: Es erscheint vielen als unmöglich, ihren Reichtum aufzugeben und sich dem einfachen Leben preiszugeben. Man gibt die Freiheit nicht so ohne weiteres auf, kaufen und machen zu können, was man will. Diese vermeintliche Freiheit ist so wichtig für uns, vor allem in unserer westlichen Gesellschaft. Deshalb ist die Entscheidung, unsere „Freiheit“ aufzugeben, sehr schwer und eigentlich unmöglich. Es ist, als müsste man ein schweres Joch auf sich nehmen, was man überhaupt nicht will. Aber die Menschen, die es geschafft haben, sich vom Zwang des Geldes zu lösen, stellen fest, dass sich so viele gute Wege öffnen, sein Leben zu gestalten, auch wenn man wenig oder kein Geld hat. Sie haben jetzt so viel echte Freiheit, dass sie nicht verstehen können, dass die Freiheit des Geldes wichtig für sie war. Alles ist plötzlich ganz leicht. Ein leichtes Joch. Das bekannteste Beispiel hierfür ist vielleicht das Leben von Franz von Assisi.

Aber es gibt noch andere Menschen, die sich vom Zwang des Geldes befreien. Wenn man bei Google nach Minimalisten sucht, findet man sie. Sie geben auch ihren Job auf. Aber ich meine nicht diejenigen, die ein Sabbatjahr machen und anschließend oft wieder zu ihrer alten Lebensweise zurückkehren. Die Minimalisten, die ich meine, geben ihren Job auf und verkaufen ihren Besitz. Dann ziehen sie z.B. in ein Tiny House und versuchen, so sparsam wie möglich zu leben. Jedoch bei ihnen kommt diese Entscheidung oft nicht aus christlichen Motiven heraus sondern eher, um dem Konsumzwang zu entfliehen.

Und dann gibt es die Obdachlosen. Sie haben meist nicht aus freiem Willen diesen Weg gewählt, oder aus christlichem Glauben heraus. Aber auch sie haben keinen Besitz und keine Arbeit, sie konsumieren sehr wenig und alles was sie haben passt in zwei große Einkaufstaschen. Hier in Utrecht müssen sie keine Not leiden, die Stadt und viele Freiwillige, von denen ich auch einer bin, kümmern sich gut um sie. Und dass sie nicht unglücklich sind merkt man deutlich, wenn man mit ihnen zusammen ist.

Die Ursachen und Gründe all dieser Menschen, bewusst das einfache Leben zu wählen oder durch Umstände dort zu landen, sind sehr vielfältig. Bei den wenigsten sind es christliche Motive. Aber es gibt etwas, das sie alle gemeinsam haben. Etwas sehr stark christliches. All diese Menschen tragen das leichte Joch, das sie von Christus bekommen haben, ohne es zu merken. Und damit folgen sie Christus nach, ob sie selbst daran glauben oder nicht.

Uitbreken

Het is heel moeilijk om van onze manier van leven uit te breken .
Minder dan 10% van de mensen in onze samenleving zijn bereid hun leven radicaal te veranderen, 20% denken er over na. Dat is niet genoeg om de resterende 70% te bewegen. De instincten sluimeren echter binnen elke mens want waar komt het verlangen vandaan op vacantie naar een verlaten eiland te gaan of in de zomer in de volkstuinen te wonen ? Dat maar 30% hun leven zouden veranderen wil zeggen dat er in onze huidige samenleving in de nabije toekomst geen verandering te zien is.

Het zou anders zijn als er een aanzienlijke samenleving die goed werkt als voorbeeld gebruikt zou kunnen worden. Dan zouden deze 70% mee kunnen kijken hoe deze samenleving werkt b.v. door deze in een geweldig reality show te bekijken. Misschien zouden deze 70% bereid zijn om hun consumptisme leven te ruilen tegen een leven dat niet consumptisme georienteerd is. Je moet hen laten zien, dat een leuk leven ook in een niet consumptisme georienteerde samenleving bereikt kan worden.

In maart 2017 ging het bericht over de hele de wereld dat de weduwe van Doug Tompkins (oprichter van het merk Esprit) een miljoen hectare land aan de Chileense overheid heeft gedoneerd. Daardoor kan een uitgestrekt natuurgebied worden uitgebreidt.

Er zijn misschien ook andere superrijke mensen die ook een grote oppervlakte naar de allerarmste mensen zouden willen doneren. Daardoor creeren zij de mogelijkheid om een samenleving op te bouwen die vrij is van de beperkingen van de huidige maatschappij van consumptie en winstmaximalisatie. Potentiële bewoners kunnen zeker worden gevonden onder de vele miljoenen mensen in sloppenwijken of vluchtelingen die zijn blootgesteld aan hongersnood.
Voorbeeld: Martinscoat

Iedereen die een stukje christelijk geloof in zich draagt moet zich realiseren dat het meer dan een hersenschim moet zijn. De rijken zouden het kunnen opvatten als een vorm van compensatie zoals het delen van de mantel van Sint Maarten, omdat hun rijkdom alleen is opgebouwd door middel van winstmaximalisatie. Een exotische kant heeft dit project ook. Het gedoneerde land kan de vorm van de naam of het symbool van de donor krijgen en daardoor is het zelfs vanuit het heelal te zien. Uiteindelijk zou het een groot avontuur zijn, vergelijkbaar met een missie naar Mars, of zo.

Gesellschaft

Heute sehen wir die Wirtschaft als unseren Feind. Sie nimmt uns Arbeitsplätze weg und schadet dem Klima.

Aber ist die Wirtschaft in Wirklichkeit nicht unser Dienstleister? Die Wirtschaft ist für uns da, nicht umgekehrt. Sie funktioniert nur, weil wir kaufen. Sie ist nichts anderes als der Bäcker oder der Wasserinstallateur. Nur ein bisschen größer.

Wenn niemand mehr zu einem bestimmten Bäcker geht, muss er sein Geschäft schließen. So ist es gewissermaßen auch mit der Wirtschaft. Was würde, rein hypothetisch, passieren, wenn sich alle Menschen einen Überlebens-Notvorrat für 4 Wochen anlegen und anschließend vier Wochen lang überhaupt nichts kaufen?

Wir selbst haben in der Hand, was passiert. Nicht die Wirtschaft und auch nicht die Parteien.

Wir müssen aufhören zu jammern und uns über die großen Unternehmen zu beklagen. Wir sind diejenigen, für die die Unternehmen produzieren!

Natürlich würden erst einmal #Arbeitsplätze wegfallen wenn der Bäcker schließen muss. Aber erstens haben wir hier in Europa ein soziales Netz, welches mehr oder weniger funktioniert. Und zweitens ist ohnehin einiges im Argen mit dem Arbeitsmarkt. Die Einen wissen nicht, wie sie ihre Arbeit schaffen sollen und die anderen möchten gerne arbeiten. Und außerdem arbeiten wir zum Teil nur, um Dinge zu kaufen, die uns die Reklame aufschwatzt. Wenn wir mal überlegen, was wir wirklich zum Leben brauchen, dann realisieren wir sicher, dass wir einen Puffer haben, der uns über eine gewisse Notzeit hinweghilft.

Es ist nicht mehr so wie in den Anfängen des Kapitalismus, dass die Einen die Arbeitenden sind und die Anderen die Konsumierenden. Heute sind wir die Produzenten von dem was wir selbst konsumieren. Und wir haben die Auswahl, bei dem was wir kaufen und wo wir es kaufen.

Die Industrie ist für uns da und dessen müssen wir uns bewusst werden.

Und wir müssen lernen, selbst zu agieren.

Wenn wir hören, dass eine Firma Spielzeug mit schädlichen Inhaltsstoffen herstellt, sind wir heute mit unseren Kommunikationsmöglichkeiten theoretisch in der Lage, zu veranlassen, dass nichts mehr von dieser Firma gekauft wird.

Wir brauchen keine Parteien, die uns unterstützen. Wir brauchen eine breite Kommunikationsplattform, die geschickt genutzt wird.

Wir müssen auch aufhören, über fehlende Arbeitsplätze zu jammern.

Wir selbst können entscheiden, wo und wie lange wir arbeiten. Dessen müssen wir uns bewusst werden. Wir müssen es schaffen, der Wirtschaft zu diktieren, wieviel und mit welchem Personal produziert wird.

Christus wird Ostern auferstehen

Christus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen.

Und die Kinder und Jugendlichen auf der ganzen Welt gehen in diesen Tagen im Rahmen der Aktion fridays for future auf die Straßen und rufen um Hilfe und Unterstützung für eine sichere Zukunft für unsere Erde.

Kirchen, öffnet ihnen die Türen und bietet ihnen ein Dach! Sie wollen die Welt verändern und wir müssen ihnen dabei helfen. Wir Christen können sie verstehen. Lasst sie zu uns kommen!

Sie wollen genau das, was auch Papst Franziskus in seiner „Laudato si“ fordert, das gegenwärtige Wirtschaftssystem, welches keine Rücksicht auf unsere Mutter Erde nimmt, zum Guten hin verändern.

Es ist inzwischen genug da für alle auf der Welt, wenn wir gerecht teilen.
So wie Jesus Christus das will.

Es gibt gute Beispiele für Projekte, die gemeinschaftlich und ohne kommerzielles Interesse entstanden sind:

Wikipedia, das jeder benutzt um Wissen zu erlangen.
WordPress, welches heute das am weitesten verbreitete System für Webseiten ist. Diese zwei weltweit genutzen Dinge gibt es kostenlos, weil sie von Menschen gemacht werden, nur weil sie Freude daran haben.

Und es gibt weitere Beispiele, angefangen von der Versorgung mit biologischen und regionalen Lebensmitteln oder Schülerhilfe ohne kommerziellen Hintergrund bis hin zu Projekten zu gemeinsamem Bau und der Verwaltung von Häusern, frei von Wucher.

Anregungen findet man unter dem Begriff Commons im Internet.

Wir Kirche können die Kinder und Jugendlichen bei ihrer Suche nach Erneuerung unterstützen. Und die Kirche hat auch genug Einfluss auf die Politik um den Schülern zu helfen, dass die geforderte Klimasteuer schnell umgesetzt wird.

Macht dies zur Osterbotschaft!

Lasst einen lebendigen Christus auferstehen.

Füllt den neuen Wein in neue Schläuche!

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Geben oder verlieren?

Seit ein paar Monaten arbeite ich als Freiwilliger im Obdachlosen-Nachtauffang. Dort trifft man auch Menschen, die aus verschiedenen Gründen alles verloren haben. Beispielsweise ein Unternehmen, welches mit viel Mühe aufgebaut wurde und welches ihnen nun nicht mehr gehört.

Verloren – diesem Begriff wird durch unsere heutige Gesellschaft eine zutiefst negative Prägung verliehen. Kann man dafür nicht auch sagen – wegegeben? Der Unterschied ist die Sichtweise.

Zwei Kinder sitzen an einem Tisch. In der Mitte liegt ein Bonbon, welches einem Kind gehört. Das andere Kind nimmt sich dieses Bonbon wortlos. Ist es weggegeben oder verloren?

Auch Franziskus von Assisi hat sein Vermögen weggegeben. Niemand würde sagen, er hat es verloren.

Und der Schmerz ist auch nicht so groß wenn man sich vorstellt, man hat nicht etwas verloren sondern weg gegeben.

De ecologische voetafdruk

Het negative beeld dat de samenleving heeft van daklozen dateert uit de tijd dat men dacht dat de economie voor altijd zou groeien en dat er geen einde aan olie was. Maar vandaag weet bijna iedereen dat het essentieel is voor de toekomst dat we onze manier van leven en de economische modellen van productie en consumptie fundamenteel moeten veranderen. Wij stellen onszelf het doel om de manier van leven zo aan te passen dat er zo weinig mogelijk schade aan onze omgeving ontstaat en wij zijn soms bezig met het berekenen van onze ecologische voetafdruk.

Maar wij vergeten dat er al mensen zijn in onze westerse samenleving die dat doel al bereikt hebben. Ze veroorzaken een CO2-uitstoot van minder dan 20% van een doorsnee burger, ze hebben geen auto, ze maken geen intercontinentale vluchten en eten wat overblijft in de groothandel en de detailhandel en wat er eigenlijk wordt weggegooid. Maar op dit moment zijn wij nog lang niet in staat om deze mensen te erkennen als pioniers van toekomstig gedrag en ze schamen zich meestal voor hun gedrag. Ik denk dat dat fundamenteel en snel moet veranderen.

Ik wil graag dat iedere dakloze deze bord met de ecologische voetafdruk om zijn hals draagt en de mensen voor de neus houd.  Er moeten ook jassen en t-shirts aan de daklozen verdeeld worden met de text op hun rug: Ik verorzaak zero emission (of zo).

Koeverwarming

Zo een dorpje is mijn droom. 10 huisjes in een ring. In het midden de keuken, het washuis en de kleuterschool. De koeien zijn op pension. Het voer komt van de boer en de melk en de mest gaan terug.

Armut und Christentum

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Christus zog mit seinen Jüngern von Haus zu Haus und sie lebten von dem, was ihnen angeboten wurde. Sie mussten sich keine Sorgen machen, dass ihnen etwas gestohlen werden konnte oder darüber, dass sie ihr Geld gut anlegen.

Was bedeutet Armut für uns. Haben wir überhaupt noch eine Vorstellung von den Verhältnissen, in denen Jesus gelebt hat? Denken wir überhaupt darüber nach?

Nein, wir schauen nach oben. Zu den Nachbarn, die sich gerade eine neue Küche gekauft haben oder zu den Top Managern, die sich stets immer höhere Gehälter sichern. Und unser Alltag treibt uns an. Auf keinen Fall langsamer werden, nichts verlieren, die anderen überholen wo es nur geht. Ja nicht aus dem Gleichgewicht kommen. „Every day Happyness“ steht auf der Schokolade, die wir im Fair Traide Geschäft kaufen. Unsere schöne heile Welt darf keinen Kratzer bekommen, wir müssen uns immer gut fühlen.

Armut dagegen interessiert uns nicht wirklich. Sie existiert außerhalb unserer schönen Welt. Manchmal ärgern wir uns bestenfalls, wenn wir hören, dass die Kluft zwischen arm und reich immer größer wird. Aber dabei schauen wir auch mehr nach oben als nach unten. Unterhalb der Armutsgrenze zu leben ist die größte Schande. Und wir glauben den Politikern die sagen, sie wollen die Menschen aus der Armut herausholen. Doch wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie wir hier in Europa, müsste die Erde viermal so groß sein, um alles zu regenerieren. Es ist also ein Trugbild, wenn wir sagen, die Armen, die heute auf der Welt leben, müssen sich unserem Wohlstand annähern. Umgekehrt muss es sein. Sollten wir nicht vielleicht sagen dass die Armen die Retter der Welt sind, weil sie fast nichts konsumieren? Das sollten unsere Vorbilder sein.

Aber gerade als Christen müssen wir uns von der Armut berühren lassen und versuchen, zu begreifen, dass Armut nichts ist, was wir verdammen müssen. Und der erste Schritt dahin ist, dass wir die Begriffe Armut und Not sauber trennen. Wie schwer das zu verstehen ist, merkt man, wenn man einen Blick in die Zeitungen wirft. Da wird das Wort Armut im gleichen Atemzug wie Vandalismus, Obdachlosigkeit, Einsamkeit genannt. Aber in Wirklichkeit gibt es einen großen Unterschied zwischen diesen Problemen unserer Gesellschaft.

Jesus spricht im Evangelium über die Hungrigen, und Durstigen, die Fremden, die Nackten, die Kranken und die Gefangenen (Matthäus 25, 35-36). Aber nicht über die Armen, die für ihn nicht zu den Notleidenden gehören, weil er selber arm war. Diese Nöte haben nichts mit Armut zu tun. Erst wenn man sauber trennt, kann man die Nöte bekämpfen, ohne die sogenannte Armut beseitigen zu müssen.

Ich kenne Armut ohne Not. Ich bin in der DDR aufgewachsen und wir haben an der Armutsgrenze gelebt, so wie wir heute die Armutsgrenze für unsere Gesellschaft definieren. Ich hatte 4,5 Jahre studiert und einen guten Job in einem Forschungsinstitut, habe bescheiden gelebt aber trotzdem hat das Geld oft nicht bis zum Monatsende gereicht. Bananen und Apfelsinen gab es nur für Weihnachten und einmal musste ich mit der Bahn bis nach Berlin fahren um Äpfel für meine Kinder zu kaufen, weil es in der ganzen Republik keine gab. Im Kühlregal lag oft nur eine einzige Sorte Käse und die Papiertüten vom Mehl haben wir wieder mit in das Geschäft genommen, da kamen beim nächsten Einkauf die Eier hinein. Oft wurde etwas benötigt, das es nicht zu kaufen gab, aber die Nachbarn oder Freunde haben gerne geholfen. Wir waren arm in der DDR aber es gab keine Not. Den Kranken wurde geholfen, es gab keine Einsamkeit und jeder wurde geachtet. Die Fotos und Videos der Begeisterung beim Fall der Mauer, die um die Welt gingen – das waren vielleicht 100.000 oder selbst eine halbe Million Menschen, die dachten, in Westdeutschland ist das Paradies. Das waren nicht die 16 Millionen Menschen, die in der DDR ein ganz normales Leben führten. Ich erinnere mich noch genau an die Gesichter meiner Kollegen am Morgen des 10. November 89. Da war keine Freude, da war nur die Sorge um die Zukunft.

Nach dem Fall der Mauer habe ich einen neuen Job gefunden und später eine eigene Firma gegründet aber ich habe nur Menschen getroffen, die mehr Geld oder schneller als ich sein wollten. Wenn ich abends durch die Einkaufsstraßen und tollen Einkaufszentren gegangen bin traf ich nur Menschen, die auf der Suche nach hipperen Klamotten waren oder nach einer Spülmaschine, die kein Geräusch macht.

Ich wusste, etwas ist falsch in dieser Gesellschaft aber ich wusste nicht was es ist.

Heute bin ich endlich wieder an der Seite mit der Armut. Ich arbeite als Freiwilliger in einem Obdachlosenasyl. Dort sind Menschen, die wirklich arm sind. Ihr ganzes Hab und Gut können sie in einem Koffer oder zwei Einkaufstaschen mit sich herumtragen, mehr haben sie nicht. Aber die Gesellschaft sorgt für sie oder sie haben kleine Jobs die ausreichend sind für Essen und Übernachtung. Und wenn ich jemanden frage wie es ihm geht, weiß ich die Antwort: „Es könnte besser gehen aber im allgemeinen geht es gut“. Diese einfachen Menschen dort leiden keine Not und man fühlt das an der positiven Atmosphäre, die dort herrscht. Sie haben einen warmen Schlafplatz, bekommen Essen und können einen Arzt besuchen. Und wenn man dort mit ihnen zusammen ist, spürt man eine sehr angenehme Atmosphäre. Wenn ich bei ihnen bin ist es nicht schwer für mich, mir vorzustellen, dass Christus so mit den einfachen Fischern gelebt hat.

Können wir uns als Christen eine solche Situation vorstellen? Ich denke, dass die meisten unter uns Probleme damit haben. Aber Christus verlangte von seinen Nachfolgern, so wie er zu leben. In Armut. Es wäre zu viel verlangt, wenn wir unseren Reichtum und Wohlstand aufgeben sollten aber das Mindeste, was wir tun können ist hinzusehen und zu versuchen, die Schönheit von Armut zu erkennen. Wir müssen nicht nach Assisi reisen um Armut unsere Ehre zu erweisen. Wir finden sie hier unter uns und wir müssen ihr nur unser Herz öffnen. Es gibt Menschen, die nicht am Wettlauf um mehr Wohlstand teilnehmen wollen. Vor 1000 Jahren war es Franz von Assisi und heute sind es junge Leute, die in Tiny Houses oder als Minimalisten leben oder die es einfach nicht schaffen, am Wettlauf teilzunehmen. Wir dürfen sie nicht verurteilen und daran hindern, anders zu leben.Unsere Aufgabe als Christen muss es sein, zu erreichen, dass diese Menschen stolz auf ihre Armut sind. Wer sollte sie verstehen, wenn nicht wir als Christen.