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Ein globaler Schuldenerlass

Jeder Mensch auf der Welt, der verschuldet ist, muss ein Interesse daran haben, dass diese Schulden verschwinden. Auf Grund der allgemeinen Staatsverschuldung betrifft das nahezu alle Menschen auf der Welt.

Diese Entschuldung wäre für alle Betroffenen ein Geschenk.

Wie kann man aber gewährleisten, dass niemand Nachteile dadurch hat?

Wenn gleichzeitig mit den Schulden alles Geld abgeschafft wird, dann wird niemandem etwas weggenommen, denn jeder Mensch der Welt bekommt danach alles, was er braucht, gratis.

Also was ist, würde jeder Mensch dafür stimmen? Ich denke, ja.

Angesichts der Hilflosigkeit der Führer der Welt beim Umgang mit unserer Zukunft wird es keinen anderen Weg geben, um heil aus dieser Misere herauszukommen.

Die Ära des Geldes ist vorbei. Es gleitet uns jetzt vollends aus der Hand. Schon die Tatsache, dass viele für die Menschheit überlebenswichtige Tätigkeiten nicht ausgeführt werden, es auf der anderen Seite Millionen Arbeitslose gibt, die darauf warten, etwas zu tun, ist grotesk. Lagerhallen für Hilfsgüter bersten aus den Nähten und andererseits gibt es fast eine Milliarde Menschen, die hungern. Geld behindert!

Wir brauchen keinen Wettbewerb mehr, um Wachstum zu erzeugen, wir müssen jetzt den Reichtum der Welt gerecht verteilen. Das geht erst, wenn wir das Geld abgeschafft haben.

Der Unterschied zwischen den Reichsten und den Ärmsten ist irreal und absurd. Geld hat seine Funktion als Wertmaßstab verloren.

Die Menschheit produziert mehr als genug, damit alle Menschen gut leben können. Wir brauchen diesen Voucher nicht mehr.

Alle Menschen auf der Welt müssen darüber abstimmen können, dass alle Schulden erlassen werden. Hierfür brauchen wir ein globales Referendum.

Das ist die große Aufgabe, vor der wir stehen.

 

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Wir, die Diener der Wirtschaft

Ist die Wirtschaft dazu da, um uns unsere Wünsche zu erfüllen oder sind wir dazu da, um mit unserem Konsum der Wirtschaft zu Wachstum zu verhelfen? Bestimmt das Volk, wohin es mit der Wirtschaft geht, oder sagt die Wirtschaft dem Volk, was es zu tun hat? Diese Fragen sind gar nicht so leicht zu beantworten. Wir gehen natürlich erst einmal davon aus, dass die Wirtschaft für das Volk da ist. Schließlich sind wir es ja, die bezahlen. Wenn wir etwas brauchen, dann gehen wir in das Geschäft und kaufen es.

Aber wozu gibt es dann Werbung, wozu Rabattaktionen? Warum fordert uns die Wirtschaft zu mehr Konsum auf, wenn sie nur dazu da wäre, uns zu dienen? Die Wirtschaft hat sich ja schon fest in den Alltag des Volkes eingenistet. An die viele Werbung im Internet, im Fernsehen und im Briefkasten haben wir uns schon so gewöhnt, also nehmen wir sie nicht mehr bewusst wahr. Ich stelle immer wieder mit Erschrecken fest, dass die Werbung auf sogenannten Bildungsseiten für Schülerinnen und Schüler am aggressivsten ist. Suchmaschinen kennen unsere Vorlieben viel besser als wir selbst, um uns die passende Werbung zu präsentieren. Aber wir akzeptieren das stillschweigend, denn wir wissen, dass sich diese Internetdienste über Werbung finanzieren und wir sind ja froh, dass wir für Google nichts bezahlen müssen.

Wir denken, dass die Wirtschaft für uns da ist. Aber sind nicht WIR heute die Sklaven der Wirtschaft? Wir konsumieren, damit die Wirtschaft wächst. Wir kaufen nicht, was wir wirklich brauchen, um glücklich zu sein, sondern wir kaufen das, was uns die Wirtschaft mit Werbung, Rabattangeboten und künstlicher Verkürzung der Haltbarkeit der Produkte vorschreibt.

Die Wirtschaft baut uns schöne Shopping-Center, in denen wir die Feierabende, die Wochenenden und die Ferien verbringen können und die es uns ermöglichen, nach dem billigsten Kleidungsstück zu suchen und sehnsüchtig die bunte Vielfalt zu bewundern.

Es gibt Einrichtungen innerhalb der Wirtschaft, deren Aufgabe es ist, sich neue Bedürfnisse auszudenken. Man geht erst einmal davon aus, dass dies dazu dient, uns das Leben angenehm zu machen. Wir sind in den letzten fünfzig Jahren aber nicht signifikant glücklicher geworden. Trotzdem werden ständig neue Bedürfnisse geweckt. Sollen uns diese Bedürfnisse glücklich machen oder dienen sie nur dazu, das Wachstum der Wirtschaft zu generieren?

Nehmen wir einmal das Beispiel der SUV, der „Sport Utility Vehicle“. Diese Fahrzeuge erfreuen vielleicht den Käufer, aber sie fallen zur Last. Sie erzeugen viel zu viel klimaschädliches Kohlendioxid und behindern andere Fahrzeuge beim Parken.  Nach der ersten Ölkrise wurden die Autos wieder etwas kürzer. Da dachten sich die Autohersteller, warum bauen wir nicht in die Höhe? Und so war ein neues Bedürfnis kreiert für Menschen, die unbedingt zeigen müssen, dass sie über mehr Geld verfügen als die Allgemeinheit.

Ein ähnliches Beispiel ist die Mobilität allgemein. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wohnten die Menschen noch in der Nähe der Arbeitsstelle. Dann begannen Auto-, Mineralöl- und Bauindustrie die Mobilität als etwas Modernes zu deklarieren. Heute können wir uns das Leben nicht mehr ohne Mobilität vorstellen. Aber ist Mobilität wirklich unser sehnlichster Wunsch? Genießen wir es, täglich morgens im Stau zu stehen? Aber wir nehmen das schon nicht mehr wahr. Wir sind sicher, dass dies zum Leben gehört und wenn wir für zweihundert Euro mehr Gehalt jeden Tag zwei Stunden weniger für unsere Familie übrighaben, dann ist das eben so.

So ist der Konsum ein Teil unseres Selbstverständnisses geworden und warum sollen wir etwas anderes wählen als den Konsum und den in unseren Augen damit zusammenhängenden Wohlstand?

Seit einigen Jahren fragt uns die Wirtschaft schon gar nicht mehr, um noch mehr zu konsumieren, sondern sie ergreift einfach selbst die die Initiative. Es wird kein Wert mehr auf Langlebigkeit und Reparatur-freundlichkeit gelegt. Man spricht von geplanter Obsoleszenz. Je schneller die Dinge kaputt gehen, umso mehr wird gekauft.

Würde ein vernunftbegabtes menschliches Wesen wirklich auf eine solch perverse Idee kommen oder steckt da vielleicht etwas anderes dahinter?

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Wirtschaft – volles Risiko

Wenn die XR-Rebellen morgen wieder vor eine Bank ziehen und gegen die Beteiligung an Unternehmen protestieren, die mit fossilen Energieträgern arbeiten, dann hoffen die Rebellen, dass sie gehört werden. Um gehört zu werden, braucht es Ohren.

Aber hat ein Unternehmen Ohren? Die Anteilseigner oder Aktionäre, also die mit den Ohren, sind zwar finanziell am Unternehmen beteiligt und haben Anspruch auf Dividende, aber das Unternehmen selbst ist eine eigenständige Institution. Diese juristische Institution hat keine Ohren. Die Einlagen gehören dieser Institution. Weder die Anteilseigner noch die Aktionäre können sich diese Gelder jederzeit auszahlen lassen. Auch die Angestellten gehören dem Unternehmen. Jeder Angestellte bis hin zum CEO hat einen Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen und ist dafür verantwortlich, dass es dem Unternehmen gut geht. Gut geht es dem Unternehmen, wenn es wächst. Je schneller, desto besser.

Ein Mensch würde vielleicht auf die Forderungen der XR-Rebellen hören. Aber ein Unternehmen? Das Unternehmen versteht überhaupt nicht, was diese Rebellen wollen. Das Unternehmen hat keinen Sinn für die Probleme der Menschheit. Ungleichheit interessiert es nicht. Das Unternehmen interessiert nur, dass der Gewinn maximiert wird. Nichts anderes. Und wenn der Druck von der Straße zu viel Reibung im Unternehmen erzeugt, dann geht das Unternehmen woanders hin. Die Globalisierung hat ja alle Wege dafür freigeräumt.

Das Unternehmen kann, um den Gewinn zu optimieren, unbegrenzte Risiken eingehen, da seine Haftung beschränkt ist. Ob die Regenwälder oder die Fische aus dem Meer verschwinden, ist dem Unternehmen egal. Umweltkatastrophen gehören zum Kollateralschaden dieses Handelns, das kein Risiko kennt.

Das Einzige, was das Unternehmen interessiert, ist, dass es die Rohstoffe und die Beschäftigten für seine Produktion so billig wie möglich bekommt. Wo diese Rohstoffe herkommen und unter welchen Umständen sie gewonnen und produziert werden, ist dem Unternehmen ebenfalls vollkommen egal. Und dass die Erzeugnisse immer schneller kaputt gehen, das gefällt dem Unternehmen besonders gut.

Die Verantwortlichen im Unternehmen sind per Arbeitsvertrag zu Loyalität gegenüber diesem Unternehmen verpflichtet. Wenn sie diese Pflicht nicht engagiert genug wahrnehmen, verlieren sie ihren Job. Und die Hauptverantwortlichen würden nur ungerne ihr Spitzengehalt verlieren. Wenn das Unternehmen geplante Obsoleszenz oder Betrug bei den Verbrauchswerten bei Autos anordnet, so müssen die Mitarbeiter spuren. Ob sie wollen oder nicht. Ihre Verantwortung beschränkt sich darauf, dass es dem Unternehmen gut geht.

Man kann sich also sicher darüber sein, dass die Versprechungen, die die Konzernchefs den XR-Rebellen gegenüber machen, nicht so ernst gemeint sind. Der Zeitpunkt der Erfüllung dieser Versprechen liegt ohnehin weit in der Zukunft. Was die Konzernchefs versprechen, hört das Unternehmen überhaupt nicht, es hat ja keine Ohren.

Die gesamte Weltwirtschaft besteht aus solchen Unternehmen. Es handelt sich um große Unternehmen wie Walmart oder Amazon, aber selbst der Fahrradkurier ist seinem Unternehmen ausgeliefert. Wenn er einige Aufträge hintereinander nicht bekommt, kann er seine Miete nicht bezahlen.

Viele Menschen machen sich auch Gedanken darüber, das bestehende Finanzsystem zu reformieren. Diese Menschen vergessen, dass das Finanzsystem ein Werkzeug der globalen Wirtschaft ist. Und für die Wirtschaft funktioniert es ausgezeichnet, das hat die schnelle Überwindung der Folgen des Covid-19-bedingten Wachstumseinbruches gezeigt. Die „unsichtbare Hand“ wird keinesfalls zulassen, dass der Mensch an diesem für die Wirtschaft idealen Finanzsystem etwas verändert.

Diese Entwicklung der Wirtschaft ist nicht reversibel. Wir sind den Unternehmen ausgeliefert. Und auf alles, was wir tun, wird das Unternehmen mit Hilfe der „unsichtbaren Hand des Marktes“ reagieren. Konventionelle Lösungen werden uns nicht weiterbringen. Wir können aber eines tun, wir können dem Finanzsystem einfach das Licht ausschalten.

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