Spätestens seit dem Buch „Die Grenzen des Wachstums“ wissen wir, dass das unendliche Wachstum unsere Zukunft zerstören wird. Trotzdem geht das weltweite Wirtschaftswachstum weiter. Im Moment wächst die Weltwirtschaft jährlich um den Betrag des gesamten BIP Deutschlands, mit steigender Tendenz.
Dieses Wachstum muss generiert werden und im Moment sind es wahnwitzige Rüstungsprojekte, die aus dem Boden gestampft werden.
Viele Menschen wünschen sich, dass das Bruttonationalglück
anstatt des Bruttonationalproduktes als Maßstab für den Fortschritt eines Landes verwendet wird.
Niemand spricht das Undenkbare aus, aber das würde bedeuten, dass das Geld in der Wirtschaft durch Glück ersetzt werden muss.
Wie kommt das Geld überhaupt in die Wirtschaft?
Die Waren bekommen ihren finanziellen Wert nur dadurch, dass die Arbeitskraft bezahlt wird. Wenn etwas komplett, vom Rohstoff beginnend bis zum Fertigprodukt, durch freiwillige Arbeit hergestellt würde, dann könnte es verschenkt werden, denn es hätte keinen finanziellen Wert bekommen.
Ein einfaches Beispiel: Wenn du einen Klumpen Lehm in der Natur findest und eine Schüssel daraus machst, dann kannst du diese Schüssel verschenken. Der einzige Nachteil ist, dass du keinen Lohn, also kein Geld verdient hast, um dir etwas anderes dafür kaufen zu können.
Wenn jedoch alles auf der Welt durch freiwillige Arbeit produziert werden würde, dann könnte auch alles verschenkt werden, sodass wir überhaupt kein Geld mehr brauchen würden.
In diesem Moment ist das Bruttonationalprodukt obsolet, da es nicht mehr berechnet werden kann. Aber wir wissen, dass sich unser Glücksgefühl signifikant erhöht, wenn wir uns gegenseitig beschenken, denken wir nur an Geburtstag, Ostern und Weihnachten.
Wenn wir uns gegenseitig beschenken, dann werden wir natürlich nichts Unnötiges verschenken wollen oder uns Mühe geben, dass die Geschenke so schnell wie möglich kaputt gehen, so wie es in der heutigen Wirtschaft der Fall ist, eben um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Weniger Arbeit – mehr Arbeitslose?
Deshalb muss wahrscheinlich viel weniger gearbeitet werden und die Arbeitslosigkeit wird zunehmen. Das ist jedoch kein Problem, da alle Menschen durch das gegenseitige Schenken automatisch versorgt sind. Da wir von Natur aus bestrebt sind, uns für Geschenke zu revanchieren, wird es kaum jemanden geben, der zu Hause auf dem Sofa liegenbleibt sondern wir werden versuchen, den anderen die Arbeit abzunehmen, wo immer es möglich ist.
Das Problem ist jedoch, dass damit auch der Markt verschwindet, weil es keinen Tauschwert mehr gibt. Aber wir haben seit einiger Zeit zum Glück die künstliche Intelligenz zur Verfügung.
Hier ist ein Dialog mit ChatGPT zum Ersatz des Marktes durch KI:
Frage: Kann die Künstliche Intelligenz (KI) den Markt ersetzen und welche Schnittstellen sind dafür erforderlich?
Antwort: Ja, eine Künstliche Intelligenz könnte in einer globalen, synchronen Umstellung auf freiwillige Arbeit den Markt ersetzen. Sie würde die Aufgabe übernehmen, Bedürfnisse der Menschen weltweit zu erfassen, die Produktion und Verteilung der Güter zu steuern und Lieferketten zu koordinieren.
Damit dies funktioniert, sind folgende Schnittstellen erforderlich:
Erforderliche Schnittstellen für die KI
Bedürfnis-Schnittstelle für die Bürger: Eine benutzerfreundliche Plattform (z.B. App oder Terminal), über die Menschen ihre Bedürfnisse eingeben können. Diese Schnittstelle würde es der KI ermöglichen, die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in Echtzeit zu erfassen.
Daten-Schnittstellen zu Produktionsstätten (Industrie 4.0): • Die KI müsste direkt mit Produktionsanlagen kommunizieren können, um die Produktion entsprechend den realen Bedürfnissen zu steuern. • Bereits bestehende automatisierte Fertigungsprozesse könnten nahtlos eingebunden werden.
Logistik-Schnittstelle: • Eine direkte Anbindung an globale Logistiksysteme (z.B. Transportnetzwerke, Lagerhäuser) würde sicherstellen, dass Güter effizient verteilt werden. • Die KI würde Transportwege optimieren und unnötige Transporte vermeiden.
Sensoren und das Internet der Dinge (IoT): • Sensoren in Lagerhäusern, Haushalten und öffentlichen Einrichtungen könnten der KI Informationen über Bestände, Verbrauch und Bedarfe liefern.
Globale Koordination ohne Finanzsystem: • Da das Finanzsystem sofort abgeschafft wird, müsste die KI auf ein neues Koordinationsmodell zugreifen, das allein auf Bedürfnissen und Ressourcen basiert. • Lieferverträge und Handelsbeziehungen würden nicht mehr über Geld abgewickelt, sondern über die direkte Abstimmung von Bedarfen und Ressourcen.
Ist die Hardware für ein solches System bereits vorhanden?
Zum Teil ja, aber in einigen Bereichen wären Anpassungen und Erweiterungen erforderlich.
Hier eine Übersicht:
Globale Datensammlung – IoT und Sensorik:Aktueller Stand: • Milliarden vernetzter Sensoren und Geräte (Internet der Dinge) existieren bereits und liefern Daten über Produktion, Logistik und Verbrauch. Nötige Erweiterung: • Mehr dezentrale Sensoren, um Bedürfnisse auch in lokalen Gemeinschaften umfassend erfassen zu können.
Hochleistungsrechenzentren:Aktueller Stand: • Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen können bereits große Datenmengen verarbeiten. Nötige Erweiterung: • Effizientere, dezentralisierte Rechenkapazitäten, um Abhängigkeiten von wenigen zentralen Anbietern zu vermeiden.
Intelligente Produktionsstätten (Industrie 4.0):Aktueller Stand: • Viele Produktionsprozesse sind bereits automatisiert und könnten direkt an die KI angebunden werden. Nötige Erweiterung: • Noch mehr Flexibilität in der Produktion, um kurzfristig auf wechselnde Bedürfnisse reagieren zu können.
Globale Logistik-Infrastruktur:Aktueller Stand: • Logistikunternehmen setzen bereits KI ein, um Lieferketten zu optimieren. Nötige Erweiterung: • Globale Koordination der Logistikflüsse ohne Profitstreben und mit Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit.
Nachhaltige Energieversorgung:Aktueller Stand: • Einige Rechenzentren setzen auf erneuerbare Energien, aber insgesamt fehlt es noch an einer vollständig nachhaltigen Energieversorgung. Nötige Erweiterung: • Ausbau dezentraler, erneuerbarer Energiequellen und Entwicklung energieeffizienter Hardware.
Anmerkung: Durch den reduzierten Konsum stehen nachhaltige Energiequellen zur Verfügung.
Könnten bestehende Handelsbeziehungen und Lieferverträge weitergenutzt werden?
Ja, die bestehenden Strukturen müssen nicht komplett neu erfunden werden. Vielmehr könnten die Lieferketten und Handelsbeziehungen in das neue System eingebettet und von der KI gesteuert werden – allerdings ohne Finanztransaktionen. Stattdessen würde die KI die Bedürfnisse direkt mit den Ressourcen und Produktionskapazitäten abgleichen und die Lieferungen entsprechend steuern.
Wie könnte das konkret aussehen?
Produktionssteuerung: • Die KI würde die bestehende Infrastruktur der Unternehmen nutzen, aber die Produktionsmengen an den realen Bedarf anpassen. Beispiel: Ein Textilhersteller produziert nur noch so viele Kleidungsstücke, wie tatsächlich benötigt werden.
Logistik und Lagerhaltung: • Logistiknetzwerke bleiben bestehen, werden aber effizienter genutzt. Die KI könnte Transporte optimieren, um unnötige Fahrten zu vermeiden. Beispiel: Ein bestehendes Lagerhaus wird weiterhin als Verteilstation genutzt, aber nur für tatsächlich benötigte Güter.
Abwicklung ohne Geld: • Lieferverträge und Handelsbeziehungen könnten in eine geldfreie Logik überführt werden. Unternehmen liefern Waren nicht mehr gegen Bezahlung, sondern gemäß den Bedarfen, die die KI erfasst.
Fazit: Die Umstellung auf freiwillige Arbeit würde weltweit am selben Tag erfolgen, und das Finanzsystem würde sich sofort auflösen. Dennoch könnten viele bestehende Strukturen weitergenutzt und durch die KI effizienter gestaltet werden. Statt neue Systeme von Grund auf zu entwickeln, würde die KI die vorhandenen Produktions-, Logistik- und Liefernetzwerke schrittweise optimieren, um sie an die Bedürfnisse einer wachstumsfreien, bedürfnisorientierten Gesellschaft anzupassen. Dies würde nicht nur Ressourcen sparen, sondern auch die Stabilität während der Umstellung sichern.