Philosophische Splitter

Kapitalismus oder Sozialismus oder gibt es eine dritte Alternative?

Kapitalismus: Geld und Eigentum / Sozialismus: Geld und kein Eigentum

Dritte Alternative: Eigentum und kein Geld

Die Erfinder der ersten beiden Gesellschaftsformen wollten die Menschen aus der Not herausführen. In der Zeit von Adam Smith mangelte es an allem. Durch die Erfindung des Wettbewerbes wurden die Menschen angestachelt, zu überlegen, wie jemand etwas mit weniger Aufwand herstellen konnte als ein anderer. Beispiel und Weiterentwicklung. Das führte aber dazu, dass das Werkzeug, der Mensch, bis zum Limit abgenutzt wurde.

Karl Marx wollte die Pflege des Werkzeuges verbessern, sodass es nicht nur arbeitete sondern auch schön aussah. Er machte die Maschinen zum Hilfsmittel des Werkzeuges. Die Theorie ist recht verworren im Gegensatz zu den einfachen Überlegungen von Adam Smith, trotzdem schaffte sie es, den real existierenden Sozialismus entstehen zu lassen.

Das Problem im Sozialismus war, dass es kein Eigentum gab. Deshalb entfiel die moralische Pflicht, die Maschinen und die Wohnungen nachhaltig zu pflegen. Dies führte letztendlich zum Ende des Experimentes.

Beide Wirtschaftsformen wurden aus der Not heraus gegründet. Für Menschen, die unter Hunger und Not litten, die ungebildet waren. Diese Bedingungen waren die Triebfeder für deren Entstehen und das Ziel war die Beseitigung von Not. Die Not wäre inzwischen beseitigt, wenn der Wohlstand gleichmäßig verteilt wäre. Heute sorgt die Wachstumswut der Marktwirtschaft dafür, dass auch der letzte Fisch oder der letzte Baum noch verkauft werden muss.

Manche träumen davon, den Sozialismus wieder auferstehen zu lassen um Aber dazu müsste wieder das Eigentum abgeschafft werden und in der Vergangenheit floss viel Blut hierfür. Und damit ist auch wieder das Problem da, dass die moralische Verpflichtung weg wäre, das Eigentum nachhaltig zu pflegen.

Deshalb funktionieren diese Wirtschaftsformen heute nur noch bedingt.

Wir haben uns weiterentwickelt. Der Idee von Adam Smith ist es zu verdanken, dass die Entwicklung so voranschritt, dass wir heute in der Lage sind,  die gesamte Menschheit ausreichend zu versorgen. Theoretisch gäbe es keine Not mehr. Sicherung des Wohlstands steht an oberster Stelle in politischen Stellungnahmen zur Wirtschaftsentwicklung.

Die dritte Alternative

Die heutige globale Gesellschaft kann man mit einer Party vergleichen, zu der nicht alle eingeladen sind, obwohl genug da ist. Leider wird auf unserer Party mit Geld gehandelt. Wie soll eine fröhliche und ungezwungene Atmosphäre entstehen wenn ich überlegen muss, ob der Salat sein Geld wert ist oder wie viel ich für das mitgebrachte Tiramisu verlangen muss? Obwohl es nicht sein muss, weil ja genug von allem da ist. Auch für die, die nichts oder kaum etwas mitbringen bzw. mitbringen können. Der Handel auf unserer Party führt auch dazu, dass man mit allen Mitteln versucht, Geld auszugeben und Sachen kauft, die wirklich nicht nötig sind und die den eigentlichen Zweck der Party stören.

Wenn ausreichend vorhanden ist, braucht man kein Geld, sondern man kann sich einfach nehmen, was man möchte. Auch auf unserer globalen Wohlstands-Party ist Geld hinderlich, weil so keine Feierlaune aufkommen kann.

Aber man brauchte nur die Leute, die zur Party gehen, davon zu überzeugen, kein Geld mitzubringen, da sie ja gar keins brauchen weil von allem genug da ist. Ein bisschen Überwindung, und schon ist die fröhliche und ungezwungene Atmosphäre da.

Deshalb sollten wir jetzt Adam Smith und Karl Marx ruhen lassen und mit dem Start der

dritten Alternative: Eigentum und kein Geld

beginnen. Wir müssen nur das Geld weglegen. Nicht mehr.

Anmerkung:
Ein unlösbarer Widerspruch im Sozialismus ist die Klassenzugehörigkeit. Sobald jemand aus der Arbeiterklasse in eine Führungsposition möchte uns sich dafür Bildung verschafft, hebt er sich von seiner Klasse ab und dann funktioniert die Idee nicht mehr. In China sollte das mit der Kulturrevolution geregelt werden, eine Absurdität.

Im Kapitalismus/freien Markt liegt der unlösbare Widerspruch in der Unmöglichkeit des unendlichen Wachstums, das uns gerade in eine Klimakatastrophe führt.

Warum?         Wie?         Was wird passieren?         Demokratie

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