2 Warum müssen wir das Geld abschaffen?

A. Weil eine Klimakatastrophe droht, wenn sich nicht schnell etwas ändert

Seit fünfzig Jahren warnen Experten aus verschiedenen Disziplinen vom Club of Rome davor, dass die Erde bedroht ist, wenn die Wirtschaft weiter wächst. Seit 1995 gab es fast 30 UN-Klimakonferenzen. Das Wachstum hat sich aber nicht verlangsamt sondern ist seitdem sogar auf das Dreifache angestiegen. Und damit auch notwendigerweise Ressourcenverbrauch und Produktion von Treibhausgasen. Dabei sind die Menschen nicht glücklicher geworden.

Inzwischen brennen die Wälder, die Pole und Gletscher schmelzen, die Meere sind verschmutzt mit Plastik und die Artenvielfalt schrumpft rapide. Aber die Politiker schreien „Alarm“ wenn sich das Wachstum verlangsamt.

Die „unsichtbare Hand des Marktes“ findet immer einen Weg, das Wachstum weiter zu steigern, das der Markt braucht um zu bestehen. Kosmetische Veränderungen am heutigen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem werden daran nichts ändern weil der Markt immer eine Lücke findet, bis auch der letzte Fisch und der letzte Baum verkauft sind. Wir müssen der unsichtbaren Hand ihr Werkzeug nehmen, und zwar das Geld.

Dinge, die keinen Nutzen haben, sondern nur Ressourcen verbrauchen und Abfall schaffen und zum Klimawandel beitragen, werden dann nicht mehr produziert. Weil niemand Profit mit deren Produktion machen kann. Weil es ja kein Geld gibt.

B. Alle großen Krisen der Wirtschaft wurden durch Geld verursacht

Wirtschaftsökonomen sind Glücksspieler. Sie geben sogar offen zu, nicht zu wissen was passiert, wenn sie versuchen, den Markt zu manipulieren.

Gerade beträgt ihr Einsatz fast zwei Billionen Euro. Es ist unvorstellbar viel, fast die Hälfte des Bruttoinlandproduktes der BRD. Ihre Einsätze gehören nicht ihnen, sie spielen mit dem Geld, das wir alle später wieder verdienen müssen.

Gedeih und Verderb von Milliarden von Menschen ist von diesem Glücksspiel abhängig. Das wird erst aufhören, wenn es kein Geld mehr gibt.

 

C. Weil Not herrscht, nur weil Menschen kein Geld haben obwohl es genug von allem gibt

Gerade wird unvorstellbar viel Geld bereitgestellt, um den Menschen zu helfen, die durch die Corona-Krise in Not geraten.

Dabei geht es aber nicht um die tägliche Versorgung der Bürger, das wäre verständlich. Aber Lebensmittel, Kleidung, Energie und Wasser sind ausreichend vorhanden.

Die Hilfen erhalten Industriezweige wie die Autoindustrie und die Luftfahrt, bei denen sich gerade herausstellt, dass man sie nicht braucht. Es geht auch nur darum, dass die Menschen, deren Arbeitsplatz dort verloren gehen könnte, all die Grundversorgung plötzlich nicht mehr bezahlen könnte, obwohl von allem ausreichend vorhanden ist.

Wozu all diese Hilfen, wenn genug da ist. Wir müssten nur das Geld abschaffen, dann hätte jeder Zugang zu den Gütern, auch ohne die großen Anstrengungen der Politik. Niemand muss Angst vor Arbeitslosigkeit haben, da es keine Arbeitslosigkeit gibt. Es spielt dann keine Rolle mehr ob man vertraglich arbeitet oder freiwillig tätig ist.

Diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, wie z.B. Obdachlose, haben keinen Zugang zum Nötigsten, weil ihnen selbst das wenige Geld fehlt. Dieses Problem wäre mit dem Verschwinden des Geldes ebenfalls beseitigt.

D. Weil wir unseren Lebensmittelpunkt verloren haben

Die globale Wirtschaft braucht das Wachstum. Deshalb stattet sie uns mit Geld aus, damit wir immer mehr konsumieren, um noch mehr Wachstum zu generieren. Das nimmt unsere gesamte Freizeit in Anspruch und wir wissen nicht mehr, was wirklich wichtig ist. Zum Beispiel die Erde, zu der wir gehören, mit ihrer Artenvielfalt. Wissenschaftler sagen, dass in den letzten 50 Jahren mehr als 70 % der Pflanzen- und Tierarten unwiederbringlich von unserem Planeten verschwunden sind.

Wenn wir das Geld abgeschafft haben, werden wir wieder das in den Mittelpunkt stellen, was wirklich wichtig ist.

E. Weil die Schere zwischen arm und reich immer größer wird

Dies ist eine allgemein bekannte und leider allgemein akzeptierte Tatsache. Der Grund dafür ist, dass unsere heutige Volkswirtschaftslehre auf einer Lehre aus dem 18. Jahrhundert beruht. Aus einer Zeit lange vor der französischen Revolution. Mit dieser Lehre versuchte man, das Leben der Menschen aus der unteren Gesellschaftsschicht erträglicher zu machen, trotz Mangel an allem. Da diese Grundsätze der Lehre von Adam Smith noch heute in Politik und Wirtschaft angewandt werden, obwohl wir im Überfluss leben, gibt es dieses groteske finanzielle Ungleichgewicht auf der Welt. Adam Smith hätte sich weder Grenzen des Wachstums und geschweige denn Klimawandel vorstellen können.

Wenn es kein Geld mehr gibt, dann gibt es auch kein „Arm“ und „Reich“ mehr.

F. Weil uns der Markt diktiert, was wir kaufen

Es wäre doch naheliegend, dass wir regionale Unternehmen unterstützen. Aber auf Grund des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs kaufen wir vorwiegend Produkte, die von weit her kommen, weil deren Produktion dort billig war. Wir kaufen kein Gemüse vom Biobauern in der Umgebung sondern von dort, wo die Arbeitskraft billiger ist. Kleidung kommt aus Asien, wo die Menschen ausgebeutet werden. In Ländern des globalen Südens werden gewachsene landwirtschaftliche Strukturen kaputt gemacht und durch das Anlegen von Monokulturen die Artenvielfalt reduziert, nur damit die Länder des globalen Nordens mit billigen Produkten beliefert werden können. Der Grund dafür sind meist Staatsschulden. Wir wissen, dass das nicht richtig ist, aber solange Geld unsere Kaufgewohnheiten bestimmt, wird sich daran nichts ändern.

G. Weil die Bewertung unserer „Zeit“ sehr widersprüchlich ist

Warum hat die Zeit, die man mit seinen Kindern verbringt viel weniger finanziellen Wert als die Zeit, in der jemand am Computer sitzt und mit Geld spekuliert? Ersteres ist nichts wert und letzteres wird oft mit Millionen vergütet. Warum gibt es überhaupt einen Unterschied, ob man für Arbeit bezahlt wird oder ob man sie freiwillig tut? Ist es nicht viel wichtiger, dass die Arbeit erledigt wird, als dass sie bezahlt wird? Erst wenn das Geld weg ist, werden wir wirklich frei sein, uns dort nützlich einzubringen, wo wir dafür am besten geeignet sind.

H. Weil wir auf der Stufe in ein neues Zeitalter stehen

Heutige Philosophen und Denker sehen den Beginn eines neuen Zeitalters anbrechen, den des planetarischen Zeitalters. Die Menschheit ist erstmals in der Lage, sich von der Schwerkraft zu befreien, unseren Planeten von außen zu betrachten und seine Zerbrechlichkeit zu erahnen. Dazu kommt, dass wir durch den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt heute in der Lage wären, allen Menschen auf der Erde ein Leben ohne Not zu ermöglichen. So etwas gab es noch nie. Die Menschheit auf der Schwelle zum 3. Jahrtausend ist bereit für einen großen Schritt hin zu einer neuen Qualität des Zusammenlebens.

1 Die Idee
2 Warum müssen wir das Geld abschaffen?
3 Gesellschaftspolitische Betrachtungen
4 Wie können wir es erreichen?
5 Privateigentum
6 Der Übergang
7 Entwicklung der Wirtschaft
8 Epilog

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