1 Die Idee

Die meisten Menschen, denen ich vom Abschaffen des Geldes erzähle sagen: “Um Gotteswillen! Die Menschheit ist noch lange nicht soweit!“

Ich frage dann, für was sind wir denn nicht soweit?

Das wichtigste beim Verschwinden des Geldes ist, dass sich am Anfang überhaupt nichts verändern soll. An dem Tag, an dem das Geld verschwindet, muss jeder genau das machen, was er auch am Tag zuvor gemacht hat. Frühs aufstehen, zur Arbeit oder in die Schule gehen und nach der Arbeit die gewöhnlichen Besorgungen machen. Da man das Gehalt oder den Lohn meist am Ende des Monats bekommt, merkt man zuerst etwas davon, wenn die Kassen im Supermarkt nicht besetzt sind.

Es ist deshalb wichtig, dass sich nichts verändert, damit die bestehenden Lieferketten nicht gestört werden. Die Lieferkette vom Rohstofflieferanten zur Fabrik, von der Fabrik zum Großhandel und vom Großhandel zum Einzelhandel, um es ganz trivial auszudrücken. Und diese Kette wird auch ohne Geld weiter funktionieren, weil jeder Beschäftigte in dieser Kette seinen Job macht. Genauso wie die Mitarbeiter vom Elektrizitätswerk, Wasserwerk, Abwasserwerk, Fahrer von Zügen, Bussen, Taxis und LKW, medizinisches Personal, Polizisten, Lehrer, Postbedienstete u.s.w. Straßenbauarbeiten gehen weiter, neue Maschinen werden eingebaut, es wird weiter an Neuentwicklungen geforscht. Und jeder der Milliarden Beschäftigten geht abends in die Geschäfte und holt sich, was er zum Leben braucht. Oder den neuen Fernseher, dessen Anschaffung schon lange geplant war.

Nichts ändert sich, nur dass kein Geld zurück fließt.

Dies ist eine große gemeinsame Aufgabe für unsere politische Landschaft. Damit es funktioniert, müssen alle Menschen motiviert werden, alles erst einmal genauso weiterzumachen wie bisher, damit die Versorgungsströme nicht gestört und Verträge eingehalten werden. Dazu müssen alle Politiker an einem Strang ziehen und es ist vollkommen gleichgültig, ob man rechte, linke, grüne, konservative, liberale oder sozialistische Anschauungen hat.

Demokratie ist das Gefühl von Freiheit, Dank-Ökonomie ist wirkliche Freiheit.

Die Veränderungen kommen allmählich. Es wird schon damit beginnen, dass wir nicht auf die Preise schauen. Wir werden uns das Obst und Gemüse aus regionalem biologischen Anbau nehmen, das wir bisher liegen gelassen hatten, weil es uns zu teuer war. Und vielleicht denken wir darüber nach, dass ja ebenso viel Arbeitskraft dort drin steckt wie im Gemüse aus Billigproduktion.

Noch einmal, es ist wichtig, dass sich am Anfang nichts ändert. Alles muss langsam gehen. Die regionale Landwirtschaft kann sich vom Rapsanbau auf biologischen Landbau umstellen aber das dauert Jahre. Und so lange geht es weiter wie bisher.

Aber wir müssen jetzt beginnen. Je früher, desto besser.

Mancher sagt noch immer – schau uns an, wir sind von Natur aus gierig.

Das wird sich ändern. Wenn wir uns vorstellen wollen, wie es werden soll, können wir uns ruhig eine Party vorstellen. So soll ja die Freizeit eigentlich sein. Eine Party, zu der jeder etwas mitbringt. Alle sind eingeladen.

1 Die Idee
2 Warum müssen wir das Geld abschaffen?
3 Gesellschaftspolitische Betrachtungen
4 Wie können wir es erreichen?
5 Privateigentum
6 Der Übergang
7 Entwicklung der Wirtschaft
8 Epilog

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