3 Eine neue Gesellschafsform

Kapitalismus: Geld und Eigentum / Sozialismus: Geld und kein Eigentum

Adam Smith lebte in einer Zeit des Hungers, der Not und der Unwissenheit. Er erfand Wettbewerb und Wachstum. Das hat uns zu Wohlstand gebracht.

Heute leben wir im Überfluss. Wenn alles gerecht verteilt werden würde, würden alle Menschen ausreichend mit Mitteln des Bedarfs versorgt.

Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist aber auf Wachstum programmiert. Wachstum erfordert immer mehr Konsum und mehr Konsum führt zur Erschöpfung der Vorräte der Erde und die Verschwendung der Ressourcen bringt uns einem Kollaps immer näher. Deshalb müssen wir jetzt damit aufhören.

Karl Marx wollte erreichen, dass der Profit, den die Unternehmer durch den Einsatz von Maschinen erwirtschafteten, allen Menschen zugutekommt. Das Mittel der Wahl war, den Unternehmern die Maschinen wegzunehmen und Privateigentum in Volkseigentum umzuwandeln.

Im real existierenden Sozialismus haben wir feststellen können, dass das nicht so funktioniert hat, wie Marx es sich vorgestellt hat. Da es kein Privateigentum gab, fühlte sich niemand für den Erhalt der Anlagen verantwortlich. Wohnungen verfielen und die Industrie wurde nicht ausreichend unterhalten. Das war nicht der einzige aber auch ein Auslöser für das Ende des Experimentes.

Da auch der Sozialismus mit Geld funktioniert, gibt es auch immer noch Gier und Neid. Der Arzt war neidisch auf den einfachen Arbeiter, der genauso viel verdiente wie er. Funktionäre waren bestechlich.

Eine neue Gesellschaftsform

Jetzt haben wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit einen Zustand erreicht, in dem es möglich ist, alle Menschen ausreichend mit allem Notwendigen zu versorgen. Deshalb ist es nicht mehr erforderlich, dass Waren mit einem Mittel wie Geld rationiert werden müssen. Wir könnten uns heute einfach nehmen was wir brauchen.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Menschen diszipliniert und solidarisch sind. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Warenflüsse auch ohne Geld stabil bleiben. Auch deshalb sind wir heute bereit für eine Gesellschaft ohne Geld.

Wir können jetzt einen Zustand schaffen, den es bereits in der Urgemeinschaft gab, der jedoch nun in einer sehr viel höheren Qualitätsstufe Wirklichkeit werden kann:

Eigentum aber kein Geld

Das gibt uns die Möglichkeit, nicht mehr das billigste kaufen zu müssen sondern wir können uns das nehmen, bei dem wir denken, es ist das Beste, weil es wirklich nachhaltig hergestellt wurde und nicht auf eine vom Preiskampf bestimmte Art und Weise.

Wenn man von einer Alternative zur Marktwirtschaft hört, denkt man gleich an Planwirtschaft. Aber das ist hier wirklich nicht der Fall.

Grund für die Planwirtschaft im Sozialismus war ja gerade, dass die Finanzen für die nächsten fünf Jahre geplant werden mussten. Da es in der neuen Gesellschaft kein Geld gibt, ist das überflüssig. Deshalb wird es auch keine Planwirtschaft sein.

Durch die allgemeine hohe Digitalisierung sind wir in der Lage, in Echtzeit Produkte anzufordern, ohne erst eine Ausschreibung für den billigsten Anbieter durchführen zu müssen.

Da die Bildung von Profit durch das Fehlen des Geldes ausgeschlossen ist, muss Eigentum nicht verstaatlicht werden. Deshalb muss es auch keine Revolution geben. Niemand muss Angst haben. Eigentum muss bleiben denn es ist deshalb wichtig, da es zum sorgsamen Umgang damit verpflichtet. Da wir uns in dieser Gesellschaftsform gegenseitig beschenken, werden wir auch mit Eigentum anders umgehen und es nicht mehr von der allgemeinen Nutzung ausschließen.

1 Die Idee
2 Warum müssen wir das Geld abschaffen?
3 Gesellschaftspolitische Betrachtungen
4 Wie können wir es erreichen?
5 Privateigentum
6 Der Übergang
7 Entwicklung der Wirtschaft
8 Epilog

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