Nicht gehaltener Diskussionsbeitrag

Diskussionsbeitrag zum Buch „Wir können auch anders“
von Maja Göpel.
Speziell zum Thema Systemanalyse
Nicht gehalten zur Buchpremiere
am 18.09.22 im Kino International.

Jemand hat einmal gesagt: „Gib mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln“.
Dieser Punkt muss natürlich außerhalb der Welt liegen, sonst funktioniert es nicht.

Auch wenn man ein System analysieren will, muss man sich außerhalb des Systems befinden und es von außen betrachten.

Wenn ich mich nun einmal neben unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem stelle und genau hinschaue, dann erscheint es relativ einfach. Ich sehe den Markt, und im Markt sehe ich Ware und Geld.

Alle Menschen wollen für ihr Geld die meiste Ware und jeder Mensch will für seine Ware Arbeit das meiste Geld.
Für den Mainstream in unserer Gesellschaft ist das ganz normal.

Und genau hier liegen die Wurzeln für das Wachstum,
das uns zum Kollaps führen wird.

Sie haben wieder ein sehr schönes Buch geschrieben, liebe Maja Göpel. Es lässt sich wunderbar lesen und am Quellenverzeichnis sieht man, wie viel Mühe und Zeit Sie aufgewendet haben. Sie nennen viele gute Beispiele und vor allem machen Sie uns Mut.
Und dafür danke ich Ihnen ganz besonders.

Aber an diesem Gesetz des Marktes und des Wachstums wird sich nichts ändern,
solange Geld der Wertmaßstab ist.

Aber wenn ich mir unser System noch einmal anschaue, dann sehe ich eine ganz einfache Lösung. Wir haben das System

Markt – Ware – Geld.

Was würde passieren, wenn wir einfach einmal das Geld aus diesem System entfernen?

Die Ware verteilt sich dann von alleine. Dort, wo Bedarf herrscht, gehen die Waren hin, dort wo wenig Bedarf ist, z.B. im globalen Norden, wird dann nur noch wenig konsumiert.

Mit der Arbeit ist es ähnlich. Es wird so viel gearbeitet, wie nötig, um die Menschen zu versorgen und natürlich auch um sich auf den Klimawandel vorzubereiten.

Aber es wird nicht so viel wie möglich gearbeitet, nur um immer mehr Wachstum zu generieren. Das ergäbe dann keinen Sinn mehr.

Wir müssen einfach nur das Geld aus dem System herausnehmen und dann tritt all das, wovon wir alle hier in diesem Saal träumen, von alleine ein.

Eine globale Abschaffung des Geldes ist möglich. Ich habe eine Handreichung geschrieben, die man kostenlos unter https://letusbe.one/book/  downloaden kann.

Warum können wir sicher sein, dass die globale Abschaffung des Geldes funktioniert?

Trotz Pandemie und harter Lockdowns ist es nicht zum Zusammenbruch der täglichen Versorgung gekommen. Obwohl keine Autos produziert wurden und die Straßen und der Himmel leer waren, sind nicht mehr Menschen auf der Welt verhungert
als sonst auch.

Und das ist zurückzuführen auf eine sagenhafte Solidarität und Disziplin aller Menschen weltweit, durch alle Gesellschaftsschichten hindurch. So etwas gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit.

Und deshalb bin ich mir sicher, dass auch die Abschaffung des Geldes glimpflich ablaufen wird. Da es um die Rettung der Welt geht, können wir auf wenigstens die gleiche Solidarität und Disziplin hoffen.

Wir müssen jetzt beginnen, darüber zu reden.

Je länger wir damit warten, desto weniger lässt sich an unserer Welt später noch reparieren.

Eberhard Licht

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