7 Entwicklung der Wirtschaft

Was ist der Markt wirklich?

Die Politiker malen uns ein schönes Bild davon, wir der Ressourcenverbrauch vom Wachstum abgekoppelt wird. Aber wie sieht es in der Marktwirtschaft wirklich aus?

Die globale Wirtschaft besteht aus Milliarden von Jobbern, die alles tun um ihren Job zu behalten, Millionen Start-Ups, die alles tun, um ihren Kredit zurückzuzahlen und aus Millionen Unternehmen, die alles tun um 5% Wachstum zu erreichen, weil sie sonst geschluckt werden.

Ressourcenverbrauch ist für die Unternehmer nebensächlich, es zählt nur das Überleben im Kampf um Wachstum.

Wir müssen auch immer daran denken, dass es für Politiker am wichtigsten ist, wiedergewählt zu werden.

Was passiert, wenn der Markt nicht mehr reguliert, nachdem das Geld abgeschafft ist?

Der Markt reguliert auch ohne Geld. Es gibt selbstverständlich noch Nachfrage und Angebot. Die Regelung, die jetzt durch den freien Markt mit all seinen Nachteilen wie Überproduktion oder Schaffung künstlicher Engpässe erfolgt, wird durch die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten übernommen. Manche Ökonomen sagen, Geld ist ein Kommunikationsmittel des Marktes, eine sehr veraltete Ansicht. Heute gibt es viel bessere Kommunikationsmittel. Das was jetzt mit Industrie 4.0 angestrebt wird, um konkurrierende große Firmen wettbewerbsfähiger zu machen, wird dann zur allgemeinen Kommunikation untereinander und zur Sicherung des Wohlstandes aller Menschen angewendet. Man muss nicht mehr nach dem billigsten Anbieter Ausschau halten sondern nach den Anbietern, die die Konsumenten mit ihrer freien Entscheidung wählen.

 Woher kommen die Investitionen, wenn es kein Wachstum gibt?

Im derzeitigen Wirtschaftssystem werden die Investitionen aus den Überschüssen des Wachstums bezahlt. Denk dir ein Unternehmen, das große Laserschneidgeräte für die Industrie baut. Die Mitarbeiter dieses Unternehmens würden sicher auch nach Wegfall des Geldes diese Maschinen weiterhin bauen, da sie ja abends ihr „Täglich Brot“ auch kostenlos bekommen. Nun möchte sich ein Autobauer eine solch moderne Anlage anschaffen und bestellt diese. Der Laser-Fabrikant liefert sie und baut sie beim Autohersteller ein. Einfach so, weil die Mitarbeiter gearbeitet haben, ohne Geld zu bekommen. Und so setzt sich das in der gesamten Wirtschaft fort, einfach auf Grund der Tatsache, dass kein Geld fließt. Wachstum spielt keine Rolle mehr, weil die Investitionen gratis sind.

 Wie entwickelt sich die Wirtschaft

Vielleicht sagen jetzt die Ökonomen – aber so geht das doch nicht. Es gibt keine Gesetze dafür.
Aber natürlich gibt ein Gesetz. Es gibt das Gesetz der Vernunft, das über allen künstlich geschaffenen Gesetzen steht. Und das Gesetz der Vernunft sagt, dass wir die Rohstoffe von der Erde geschenkt bekommen und diese durch unsere Arbeitskraft, die wir, sagen wir, von Gott geschenkt bekamen, zu unserem Wohle weiterverarbeiten, bis wir sie gemeinsam genießen können.

Alles ist frei. Die Bodenschätze bekommen wir von der Erde und die Arbeitskraft kostet die tägliche Versorgung, die wir und andere schaffen. Zum Zeitpunkt des Verschwindens des Geldes sind wir ja alle ausgestattet mit Lebensmitteln, Kleidung, Energie, Wasser und technischen Gerätschaften. Und es werden ja nicht mehr Menschen dadurch, nur weil das Geld verschwindet. Alles bleibt im Moment wie es ist, nur das Geld ist weg. Das geht ohne weiteres, denn Geld ist ja kein Schutzhelm, ohne den man die Baustelle nicht betreten darf.

Große und globale Unternehmen werden wieder in kleinere überschaubare Unternehmen zerfallen. Der Trend, Arbeitskräfte einzusparen wird sich umkehren und es wird für viele Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten geben.

Kleine und mittlere Unternehmen werden zunehmend wie wirkliche Familienunternehmen geführt. Die Eigentumsverhältnisse sind klar und einfach und da der Wettbewerbsdruck entfällt, wird sich die Firmenleitung noch besser um eine gute Arbeitsatmosphäre kümmern können. Ihr Lohn ist Dank und Anerkennung durch die Mitarbeiter, ein guter Lohn.

Ähnlich wird es in der Landwirtschaft sein. Da auch hier der Wettbewerbsdruck entfällt und der Anreiz für das Management, mit Geld reich zu werden, werden die Felder und Ställe wieder kleiner werden. Mit der Zeit wird die Mobilität der Menschen abnehmen, da man nicht mehr weit fahren muss um ein bisschen mehr zu verdienen. Dadurch werden große landwirtschaftliche Flächen, die jetzt für die Erzeugung von Biobrennstoffen gebraucht werden, für die Nahrungsmittelprodukton frei.

In heutigen Herkunftsländern billiger landwirtschaftlicher Produkte wird die regionale Landwirtschaft wieder zurückkehren, die durch die Massenproduktion verschwunden ist. Das natürliche Gleichgewicht und die Artenvielfalt, die durch den Wettbewerb kaputt gemacht wurden, werden sich ganz allmählich wieder einstellen.

Die Zivilgesellschaft, bestehend aus Commons, wird sehr stark anwachsen, da es keinen Unterschied mehr zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit gibt. Jeder wird entsprechend seinen Fähigkeiten und Neigungen eine Tätigkeit dort finden. Wahrscheinlich wird sich die starke Zivilgesellschaft auch großen Aufgaben widmen, deren Verwirklichung heute undenkbar ist, weil das Geld dafür fehlt. Es könnten Gebiete der Erde, die durch menschliche Tätigkeiten zu Wüsten geworden sind, wieder urbar gemacht werden. Das ist viel einfacher, als die Realisierung von vorliegenden Plänen zur Besiedelung des Mondes oder des Mars.

1 Die Idee
2 Warum müssen wir das Geld abschaffen?
3 Gesellschaftspolitische Betrachtungen
4 Wie können wir es erreichen?
5 Privateigentum
6 Der Übergang
7 Entwicklung der Wirtschaft
8 Epilog

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