Ausbrechen

Es ist sehr schwierig, aus unserer Gesellschaft und unseren Gewohnheiten auszubrechen. Weniger als 10 % unserer Mitmenschen sind bereit, ihr Leben radikal zu verändern, 20 % denken darüber nach. Das reicht nicht aus, um die restlichen 70 % zu einem Umdenken zu bewegen. Eigenlich schlummern diese Instinkte tief in jedem von uns, woher kommt sonst die Sehnsucht, auf einer verlassenen Insel Urlaub zu machen oder im Sommer im Gartenhäuschen zu wohnen?

Dass nur 30 % ihr Leben verändern würden zeigt, dass sich unsere entwickelte Industriegesellschaft in naher Zukunft nicht ändern wird.

Anders wäre es vielleicht, wenn es ein Beispiel mit einer signifikanten Population gäbe, die ein Leben führt, das auf Grundsätzen wie Bescheidenheit, Nächstenliebe und Sorge für die Erde basiert. Und, wie in einer gigantischen Reality Show,  können die 70 % beobachten, wie gut alles funktioniert. Vielleicht wäre dann die große Masse allmählig bereit, ihre Ideale zu tauschen.

Im März 2017 ging die Nachricht um die Welt, dass das Ehepaar Tompkins (Marke Esprit) dem Chilenischen Staat 1 Million Hektar Land geschenkt hat, welches ein riesiges Naturschutzgebiet erweitert.

Vielleicht findet sich ein weiterer Milliardär, der ein großes Gebiet zur Verfügung stellt, um darauf eine Gesellschaft zu ermöglichen, die frei ist von dem heutigen Idealbild der Wegwerfmentalität. Bewohner, die dieses Experiment mittragen finden sich bestimmt unter den vielen Millionen, die in Slums leben oder als Flüchtlinge Hungersnöten ausgesetzt sind. Es wäre eine symbolische Tat in der Art der Teilung des Mantels von St. Martin.

Man könnte sich auch beinahe vorstellen, dass dieses Land die Form des Namens oder des Symbols des Spenders bekommt. Beispiel Martinscoat Wenn es nur groß genug ist und inmitten einer wüstenähnlichen Landschaft liegt, könnte dieser es sogar beim nächsten Weltraumtouristentrip vom Weltall aus sehen. Es wäre auch ein großes Abenteuer, vergleichbar mit der Urbarmachung des Mars.