Der ökologische Fußabdruck

Das negative Bild, das die Gesellschaft von Obdachlosen hat, stammt noch aus der Zeit, als man dachte, die Wirtschaft wird ewig wachsen und das Erdöl hat kein Ende. Heute weiß jeder, dass es für die Zukunft unabdingbar ist, dass wir unsere Lebensweise und die Modelle von Produktion und Konsum von Grund auf ändern. Man muss sich zum Ziel setzen, die Lebensweise so anzupassen, dass so wenig wie möglich Schaden an unserer Umwelt entsteht. Die Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdruckes ist dabei ein gutes Hilfsmittel.

Dabei vergisst man, dass es bereits Menschen in unserer westlichen Gesellschaft gibt, die das Ziel schon lange erreicht haben. Sie verursachen einen CO2-Ausstoß der unterhalb 20 % dessen eines Durchschnittsbürgers liegt, haben kein Auto, machen keine Interkontinentalflüge und essen i.d.R. das, was im Groß- und Einzelhandel übrig bleibt und eigentlich weggeworfen wird. Aber man ist im Moment weit davon entfernt, diese Menschen als Vorreiter unseres notwendigerweise zukünftigen Verhaltens anzuerkennen und sie schämen sich meist für ihre Lebensweise.

Ich hätte gerne, dass jeder Obdachlose ein solches Schild sichtbar an sich trägt.