Gesellschaft

Heute sehen wir die Wirtschaft als unseren Feind. Sie nimmt uns Arbeitsplätze weg und schadet dem Klima.

Aber ist die Wirtschaft in Wirklichkeit nicht unser Dienstleister? Die Wirtschaft ist für uns da, nicht umgekehrt. Sie funktioniert nur, weil wir kaufen. Sie ist nichts anderes als der Bäcker oder der Wasserinstallateur. Nur ein bisschen größer.

Wenn niemand mehr zu einem bestimmten Bäcker geht, muss er sein Geschäft schließen. So ist es gewissermaßen auch mit der Wirtschaft. Was würde, rein hypothetisch, passieren, wenn sich alle Menschen einen Überlebens-Notvorrat für 4 Wochen anlegen und anschließend vier Wochen lang überhaupt nichts kaufen?

Wir selbst haben in der Hand, was passiert. Nicht die Wirtschaft und auch nicht die Parteien.

Wir müssen aufhören zu jammern und uns über die großen Unternehmen zu beklagen. Wir sind diejenigen, für die die Unternehmen produzieren!

Natürlich würden erst einmal #Arbeitsplätze wegfallen wenn der Bäcker schließen muss. Aber erstens haben wir hier in Europa ein soziales Netz, welches mehr oder weniger funktioniert. Und zweitens ist ohnehin einiges im Argen mit dem Arbeitsmarkt. Die Einen wissen nicht, wie sie ihre Arbeit schaffen sollen und die anderen möchten gerne arbeiten. Und außerdem arbeiten wir zum Teil nur, um Dinge zu kaufen, die uns die Reklame aufschwatzt. Wenn wir mal überlegen, was wir wirklich zum Leben brauchen, dann realisieren wir sicher, dass wir einen Puffer haben, der uns über eine gewisse Notzeit hinweghilft.

Es ist nicht mehr so wie in den Anfängen des Kapitalismus, dass die Einen die Arbeitenden sind und die Anderen die Konsumierenden. Heute sind wir die Produzenten von dem was wir selbst konsumieren. Und wir haben die Auswahl, bei dem was wir kaufen und wo wir es kaufen.

Die Industrie ist für uns da und dessen müssen wir uns bewusst werden.

Und wir müssen lernen, selbst zu agieren.

Wenn wir hören, dass eine Firma Spielzeug mit schädlichen Inhaltsstoffen herstellt, sind wir heute mit unseren Kommunikationsmöglichkeiten theoretisch in der Lage, zu veranlassen, dass nichts mehr von dieser Firma gekauft wird.

Wir brauchen keine Parteien, die uns unterstützen. Wir brauchen eine breite Kommunikationsplattform, die geschickt genutzt wird.

Wir müssen auch aufhören, über fehlende Arbeitsplätze zu jammern.

Wir selbst können entscheiden, wo und wie lange wir arbeiten. Dessen müssen wir uns bewusst werden. Wir müssen es schaffen, der Wirtschaft zu diktieren, wieviel und mit welchem Personal produziert wird.

Die Unternehmen sind für uns da, nicht umgedreht. Wir müssen selbst entscheiden, ob wichtige Dinge produziert werden, die langlebig sind und sich leicht reparieren lassen. Wir dürfen uns nicht von der Wirtschaft durch Reklame diktieren lassen, unsinnige Waren zu kaufen und uns sogar zu verschulden.

Die Möglichkeiten in unserer Kommunikationsgesellschaft sind da, wir müssen nur lernen, sie umsichtig zu nutzen.